Pressestimmen zum VfB Stuttgart „Derby-Sieg für die Seele“ gegen den Karlsruher SC

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Mit dem 3:0-Sieg im Derby gegen den Karlsruher SC hat der VfB Stuttgart seine Krise vorerst beendet. Die Presse richtet den Blick auf Trainer Tim Walter, die Rote Karte für Kapitän Marc Oliver Kempf – und die große Rivalität.

Der VfB Stuttgart (mit Philipp Förster, links,  und Orel Mangala) feiert den Derbysieg. Foto: Baumann
Der VfB Stuttgart (mit Philipp Förster, links, und Orel Mangala) feiert den Derbysieg. Foto: Baumann

Stuttgart - Als der 3:0-Derbysieg gegen den Karlsruher SC perfekt war, hatte Tim Walter erst einmal das Bedürfnis etwas klarzustellen. Seine Aussagen im Vorfeld seien missverstanden worden, sagte der VfB-Trainer, „das hatte nichts mit Respektlosigkeit zu tun und ich habe auch nichts versprochen“.

„Stuttgart hält Großmaul-Versprechen“

In der Presse wurde dennoch noch einmal thematisiert, dass Walter schon vor dem Spiel von einem Sieg ohne Gegentor gesprochen hatte. Der VfB habe „die großspurige Ankündigung“ erfüllt – „Stuttgart hält Großmaul-Versprechen“, schreibt die „Bild“-Zeitung. Ansonsten sieht das Boulevardblatt eine harte Strafe auf Kapitän Marc Oliver Kempf zukommen, der kurz vor Schluss nach einem „Kung-Fu-Foul“ an Karlsruhes Kobald die Rote Karte sah: „Ihm droht eine Sperre bis zur Winterpause.“

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Während die „Schwäbische Zeitung“ einen „Derby-Sieg für die Seele“ sah, beklagten Die „Badischen Neuesten Nachrichten“ in Karlsruhe den „Derby-Fluch ohne Ende“: „Es bleibt dabei: Der KSC wartet seit 1965 darauf, ein Spiel bei den Roten zu gewinnen.“

„Nicht viele Derbys sind so emotionsgeladen“

„Der VfB befreit sich im Derby“, analysiert die „FAZ“ und beleuchtet dabei auch die Vorkommnisse abseits des Spielfelds: „Nicht viele Derbys im deutschen Profifußball sind so emotionsgeladen.“ Entsprechend habe sich die Polizei vorbereitet: „Ähnliche Ereignisse wie beim bislang letzten Derby im April 2017 sollten unbedingt vermieden werden, als bei Krawallen 20 Polizisten verletzt worden waren.“

Von einem „gnadenlos effektiven VfB“ schreibt derweil die „Waiblinger Kreiszeitung“ und lobt vor allem den japanischen Startelfdebütanten Wataru Endo, der „seine Feuertaufe im hitzigen Derby mit Bravour“ gemeistert habe.