Pressestimmen zur EM 2021 „Dieses Italien ist eine Augenweide“

Italien überzeugt bei der EM bisher mit attraktivem Fußball. Foto: imago images/Laci Perenyi 15 Bilder
Italien überzeugt bei der EM bisher mit attraktivem Fußball. Foto: imago images/Laci Perenyi

Einmal Drama, einmal hochklassiger Schlagabtausch: Die ersten beiden Viertelfinals bei der Fußball-Europameisterschaft hatten wieder einiges zu bieten. So hat die internationale Presse die Partien gesehen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Die ersten beiden Viertelfinals bei der Fußball-Europameisterschaft sind gespielt. Spanien setzte sich im Elfmeterschießen gegen die Schweiz durch, Italien bezwang Belgien in einer hochklassigen Partie. Wir haben einige Pressestimmen zusammengestellt.

SCHWEIZ - SPANIEN (1:3 I.E)

SCHWEIZ

Blick: „Ihr seid unsere Europameister der Herzen. Was für ein Kampf, was für eine Moral, was für ein Team! Diese Nati hat die Herzen der Menschen berührt. Es ist diese Hingabe zum Sport, welche die Menschen begeistert hat. Die dafür sorgen wird, dass ab heute ganz viele kleine Kinder als Yann Sommer ins Tor stehen wollen. Die sich vielleicht sogar die Haare wie Granit Xhaka färben dürfen.“

Lesen Sie hier: Wieder Eigentor! Denis Zakaria führt kuriose Serie fort

Tagesanzeiger: „Viele, viele Jahre waren Spiele der Schweizer Nationalmannschaft keine Garantie für große Unterhaltung. Aber was wir an der Europameisterschaft 2021 mit dieser Mannschaft erleben, ist großartig.“

NZZ: „Die Schweizer Fußballer gehen als aufmüpfige Gegner aus der Europameisterschaft, nach einer weiteren bewegenden Partie. Sie reisen heim, mit dem größten Schatz der jüngeren Schweizer Fußballgeschichte: mit der ersten Viertelfinal-Teilnahme an einer Endrunde seit 67 Jahren.“

SPANIEN

Marca: „JAAAAAAAAAAAAA! Zwei Riesenparaden von Unai bringen uns ins Halbfinale. Spanien schaffte es in seinem bisher schwächsten Spiel gegen eine heroische Schweiz nicht, über ein Unentschieden hinauszukommen. Die Schweiz war eine Gruppe von Widerstandskämpfern, Sommer spielte im Legenden-Modus.“

Lesen Sie hier: „Die Schweiz hat Großes geleistet bei der EM“

AS: „Die Hände eines Heiligen. Spanien steht im Halbfinale dank Unai Simon. Unai hat so große Eier. Wir haben gelitten, aber wir sind weiter. Das Elfmeterschießen war nichts für alle mit Herzschwäche.“

Sport: „Ab ins Halbfinale! Oyarzabal erlöst ein ganzes Land. Sommer wollte sich erneut in eine schwarze Bestie verwandeln, aber Unai gewann die Schlacht gegen ihn.“

El Mundo Deportivo: „Luxus-Halbfinale! Unai Simon war wieder der Held. Die Elfmeter lächeln Spanien an.“

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Spanien zeigt sich mit zwei Gesichtern. Das Mittelfeld ist auf Topniveau, doch die Abwehr ist nicht makellos. Sie sind angreifbar, das müssen die Italiener im Halbfinale nutzen“.

Corriere dello Sport: „Das schöne Märchen der Schweizer ist zu Ende.“

Tuttosport: „Der Schweizer Traum vom Halbfinale zerschellt an der Abwehr der Truppe von Luis Enrique, die alles andere als auf Topniveau ist“.

Corriere della Sera: „Die schüchterne und unsichere Bande von Spaniern, die mit großer Mühe ein Remis gegen Schweden und Polen hingelegt hat, hat sich gewandelt. Sie ist inzwischen zu einer Mannschaft mit offenkundigen Grenzen avanciert.“

La Repubblica: „Glücklich, aber müde: Spanien überlebt seinen eigenen Widersprüche. Diese unreifen Jungs spielen mal schüchtern und mal frech, erst lässig und dann plötzlich faul.“

BELGIEN - ITALIEN (1:2)

BELGIEN

De Standaard: „Insigne zerstört den belgischen EM-Traum. Gespielt, gekämpft, aber verloren. Nach einem fulminanten Fußballspiel gingen die Red Devils gegen Italien zu Boden. Melancholie in München. Wieder nicht! Dies hätte das Jahr sein sollen, in dem Belgien den begehrten Pokal mit nach Hause nimmt. Leider sollte es nicht sein.“

Nieuwsblad: „Diese Generation bekommt nicht mehr viele Möglichkeiten. Noch eine, vielleicht. Nächstes Jahr bei der WM in Katar. Aber wird es jemals gelingen? In diesem entscheidenden Spiel waren sie einfach nicht gut genug.“

Lesen Sie hier: Die Wunderheilung von Ciro Immobile sorgt für Gelächter

Grenzecho: „Ciao, Belgien! Aus der Traum vom Titel. Nach 45 Minuten waren sich alle Zuschauer und Experten einig: Das war das bislang beste Spiel der EM.“

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Ole Italia! Bei der Schlacht gegen die Belgier in München sind die Azzurri einfach fabelhaft. Barella und Insigne schaffen Meisterwerke, der monströse Chiellini zwingt Lukaku zur Kapitulation. Wir verdienen diesen EM-Titel“.

Corriere dello Sport: „Es ist kein Traum, sondern wahr! Wieder eine magische Nacht. Italien schlägt Belgien am Ende eines fast perfekten Matchs, ein verrücktes Spiels mit viel Herzklopfen“.

Lesen Sie hier: Italienische Fans sorgen für Jubelstürme in Fellbach

Tuttosport: „Bellissima Italia, das mit Herz und Kopf, Mut und Technik siegt. Ein Italien, das während des Spiels konstant wächst, in den Schwierigkeiten kompakter wird und den voll verdienten Einzug ins Halbfinale schafft. Mancinis unglaubliche Siegesserie hält an.“

Corriere della Sera: „In München ist eine Ära zu Ende gegangen, jene des Catenaccio. Mancini hat ein neues Italien gegründet, das die Rivalen zur Verteidigung verurteilt. Die Intelligenz des Spiels hat gesiegt. Mancini zwingt seine Jungs zum schnellen Spiel.“

La Repubblica: „Alle verrückt für Italien: Insigne und Barella, zwei Talente mit Niveau, stürzen die Giganten. Fußball kann wunderbar unter 1,70 Meter sein. Man kann Fußball spielen, wie ein Riese und man kann außergewöhnliche Dinge in einem kleineren Körper tun, der aber bewundernswert den Ball herumschleudert.“

SPANIEN

Marca: „Italien ist zurück. Dieses neue Italien spielt guten Fußball - versteht es aber auch zu leiden. Die goldene Generation Belgiens muss jetzt auf die WM 2022 in Katar warten.“

AS: „Dieses Italien ist eine Augenweide. Gegen Italien zu spielen ist schlimmer als ein Zahnarztbesuch.“

Sport: „Der Erfolgsweg Mancinis und seiner Mannschaft geht weiter.“

El Mundo Deportivo: „Mit Italien ist nach dem Fehlen bei der WM 2018 ein Koloss zurück.“




Unsere Empfehlung für Sie