Prinzessin Eugenie wird 30 Die skandalfreie und bodenständige Royal

Von red/dpa 

Sie liebt Hotdogs, Computerspiele, Fußball - und bizarre Hutkreationen. Eugenie ist keine typische Prinzessin. Selbst eine große Narbe zeigt sie mit Stolz, um anderen Mut zu machen.

Prinzessin Eugenie ist zehnte in der britischen Thronfolge. Foto: dpa/Gareth Fuller 14 Bilder
Prinzessin Eugenie ist zehnte in der britischen Thronfolge. Foto: dpa/Gareth Fuller

London - Im britischen Königshaus läuft zurzeit längst nicht alles rund. Auf ein Mitglied der Royals kann sich Königin Elizabeth II. aber stets verlassen: auf ihre Enkelin Prinzessin Eugenie, die am 23. März 30 Jahre alt wird. Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson (Fergie) ist bislang skandalfrei, bodenständig und im Hauptberuf nicht Prinzessin, sondern Kunstexpertin. Nur ihr Modegeschmack ist umstritten: Vor allem ihre ungewöhnlichen Hutkreationen lösten schon viel Spott aus.

Zeitung spottet: „So wichtig die Corgis der Queen“

Eugenie studierte unter anderem Kunstgeschichte im nordostenglischen Newcastle, arbeitete zwei Jahre in einem Auktionshaus in New York und ist nun Direktorin bei der Londoner Kunstgalerie Hauser & Wirth. Seit Oktober 2018 ist sie mit dem Geschäftsmann Jack Brooksbank (33) verheiratet, der früher einmal Manager in einer Nobeldisco war. Die beiden haben sich im Skiurlaub in der Schweiz kennengelernt. Um ein paar Ecken sind sie sogar miteinander verwandt.

Das Paar heiratete in der St.-Georgs-Kirche auf dem Gelände von Schloss Windsor. Die „Daily Mail“ kritisierte die Hochzeit als viel zu pompös: „Sie (Eugenie) ist nicht gerade ein großer Stern am Firmament der königlichen Familie.“ Die Prinzessin habe Hunger nach Glamour und Glitzer, sei aber für den Staat „so wichtig wie einer der Corgis der Queen“. Was das britische Boulevardblatt nicht erwähnte: Die St.-Georgs-Kirche ist ein üblicher Hochzeitsort für Royals und Eugenie ist gut vernetzt mit Prominenten aus allen Bereichen. Zu ihren Hochzeitsgästen zählten unter anderem Top-Model Kate Moss, die Schauspielerin Demi Moore und Musiker James Blunt.

Eugenie mag Hotdogs, Netflix-Serien, Computerspiele und Fußball, wie sie in Interviews erzählte. Dass sie im Schatten ihrer Cousins William (37) und Harry (35) steht, scheint sie nicht zu ärgern. Sie ist die Zehnte in der britischen Thronfolge.

Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew sind eine große Belastung

Auch über die frühe Scheidung ihrer Eltern spricht sie offen: Der Herzog von York und die quirlige Fergie hielten demnach Eugenie und Beatrice (31) aus den Ehestreits heraus und sind heute beste Freunde. Manche glauben gar, dass die Geschiedenen wieder ein Liebespaar sind.

Eine große Belastung dürften aber für Eugenie und ihre Schwester die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater sein. Eine US-Amerikanerin behauptet, der Prinz habe sie als Minderjährige missbraucht. Der 60-Jährige lässt daher vorerst alle royalen Pflichten ruhen. In der Öffentlichkeit ist Andrew, der früher als „Randy Andy“ (geiler Andy) verspottet wurde, so gut wie gar nicht mehr zu sehen. Das dürfte sich bei der Hochzeit seiner ältesten Tochter Beatrice ändern. Sie heiratet Ende Mai den Immobilienmogul Edoardo Mapelli Mozzi - allerdings Medienberichten zufolge in kleinerem Rahmen als Eugenie.

Trotz ihres Berufs erfüllt Eugenie einige royale Pflichten. So hat sie auch die Schirmherrschaft für mehrere Organisationen im Gesundheitsbereich übernommen. Das hat einen ganz besonderen Grund: Eugenie litt unter einer Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) und musste sich als Zwölfjährige einer Operation unterziehen. Seitdem halten Titanstäbe den Rücken der Prinzessin gerade.

Bei ihrer Hochzeit begeisterte Eugenie mit einem am Rücken ausgeschnittenen Kleid, so dass ihre markante Narbe zu sehen war. Die Queen-Enkelin wollte damit anderen Skoliose-Patienten Mut machen.




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