Protest in der Stuttgarter City Friedensaktion gegen Atomwaffen

Kundgebung gegen Atomwaffen auf dem Karlsplatz Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Kundgebung gegen Atomwaffen auf dem Karlsplatz Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Rund 50 Menschen fordern am Freitag in der Stuttgarter Innenstadt den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Stuttgart - Genau 90 Tage nach der 50. Ratifizierung durch Honduras tritt an diesem Freitag, den 22. Januar 2021, der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Insgesamt haben bis zum 12. Januar diesen Jahres 51 Staaten der Vereinten Nationen (UN) den Vertrag ratifiziert. Nicht zu den Unterzeichnern gehört die Bundesrepublik Deutschland. Rund 50 Menschen nahmen dies bei einer Friedensaktion in der Stuttgarter Innenstadt zum Anlass, die Bundesregierung aufzufordern, dem Abkommen beizutreten. „Was für ein Tag. Das ist ein Sieg für die Menschheit und die Friedensbewegung. Das ist ein wichtiger Schritt zu einer Welt ohne Atomwaffen“, so Bezirksbeirätin Susanne Bödecker (Links-Bündnis).

Und auch Organisator Ralf Chevalier findet, dass es „ein Tag zu feiern“ sei, da „ein Vertrag in Kraft tritt, der atomare Aufrüstung als illegal erklärt“. Allerdings sei dies eben nur für die Länder der Fall, die den Vertrag bereits ratifiziert haben. „Deshalb ist heute auch der Tag dafür einzutreten, dass Deutschland auch unterschreibt“, so Chevalier. Er und seine Mitstreiter möchten mit der heutigen Aktion „ein Zeichen setzen und die politischen Entscheider auffordern, aktiv zu werden.“




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