Putin droht den Demonstranten Krim-Szenario: Lukaschenko lässt die Muskeln spielen

Von Ulrich Krökel 

Auch wenn die Protestierenden in Belarus in der Mehrheit sind. Ihre Gegner sind bewaffnet und haben Panzer. Eine Invasion Russlands ist ein durchaus realistisches Szenario, sagt unser Korrespondent Ulrich Krökel.

Präsident Lukaschenko lässt schon mal die Muskeln spielen. Foto: dpa/Uncredited
Präsident Lukaschenko lässt schon mal die Muskeln spielen. Foto: dpa/Uncredited

Minsk - Nun also spricht Wladimir Putin. Und er droht. Zum ersten Mal hat sich der russische Präsident öffentlich zur Krise im benachbarten Belarus geäußert. Zentrale Aussage: Wir sind zur Invasion bereit. Auf Bitten des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko habe Russland bereits eine Sondereinheit aufgestellt. Überraschen sollte das niemanden. Es war von Anfang an klar, dass der Kreml kein Abdriften des kleineren Bruderstaates in demokratische und damit unkontrollierbare Gefilde dulden würde. Als letztes Mittel gehörte eine russische Invasion seit Beginn der Proteste zu den realistischen Szenarien.

Der Westen sollte auf alles vorbereitet sein

Man kennt das ja alles schon aus Syrien und der Ukraine. In Syrien intervenierte Russland „auf Bitten“ von Machthaber Baschar al-Assad. Und auf die Krim schickte Putin Soldaten ohne Abzeichen, also quasi auch eine Sondereinheit. Der Westen sollte deshalb auf alles vorbereitet sein. Mehr noch sollte sich aber die belarussische Opposition keinen Illusionen hingeben. Die Parole „Wir sind die Mehrheit“, die Swetlana Tichanowskaja und ihre Anhänger ausgegeben haben, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen. Allerdings ist die Minderheit bis an die Zähne bewaffnet – und sie verfügt über Panzer.




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