Quartier bei der Fußball-EM 2016 Wo die Nationalmannschaft logiert

Eine erstklassige Adresse für den Fußball-Weltmeister: Das Nobelhotel Ermitage in Evian-les-Bains am Ufer des Genfer Sees. Foto: Evian Resort/dpa 10 Bilder
Eine erstklassige Adresse für den Fußball-Weltmeister: Das Nobelhotel Ermitage in Evian-les-Bains am Ufer des Genfer Sees. Foto: Evian Resort/dpa

Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt der Sturm auf die Bastille – oder besser: das Stade de France in Paris – in ihrem Quartier in Evian-les-Bains. Der DFB-Tross logiert dort gewohnt nobel.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Stuttgart - Bienvenu à Evian-les-Bains! Die deutschen EM-Kicker ziehen heute in ihr nobles Europameisterschafts-Hauptquartier am französischen Ufer des Genfer Sees ein – von hier aus soll der Sturm auf die Bastille (oder besser: in das Stade de France zum Finale am 10. Juli) beginnen. Der DFB ist bei der Auswahl des Quartiers wieder einmal eigene Wege gegangen. Wie schon das WM-Quartier Campo Bahia steht auch das Hotel, in dem der DFB während des Turniers gastiert, nicht auf der offiziellen Vorschlagsliste der Uefa. Womöglich ein gutes Omen.

Bundestrainer Joachim Löw und sein Team haben sich für das Evian Resort am Ufer des Genfer Sees entschieden, zur Anlage gehören das Fünf-Sterne-Hotel Royal Evian und das Vier-Sterne-Haus Hotel Ermitage. Etwa 8500 Einwohner hat die schnuckelige Gemeinde Evian-les-Bains, die Region ist besonders für die Heilkraft ihrer Quellen bekannt. Das bekannte Mineralwasser mit dem gleichen Namen hat die Stadt weltbekannt gemacht. Die Anlage verfügt über einen großen Wellness-Bereich mit Schwimmbädern, Fitnessstudios sowie einen eigenen 18-Loch-Golfplatz.

Löw darf nicht in seiner Suite rauchen

Das Zimmer, nein: die Suite, in der der Bundestrainer im dritten Stock logiert, kostet üblicherweise 990 Euro pro Nacht. Allerdings hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im „Ermitage“ Sonderkonditionen erhalten – so kostet die Suite für 34 Übernachtungen (sollte Deutschland ins Finale kommen) nicht die sonst fälligen 33.660 Euro. Im Flachbildschirm kann Joachim Löw aus rund 80 Sendern wählen, darunter acht reine Sportsender, allerdings fehlten bei der Buchung noch ARD und ZDF. Die Hotelleitung nahm seinerzeit den Hinweis dankbar auf, „wenn Monsieur Löw et le Mannschaft ihre Zimmer beziehen“, werde das Angebot ergänzt sein, versprechen sie.

Allerdings besitzt der Chefcoach keine Narrenfreiheit, da blieb das Management des Hotel „Ermitage“ hart wie Beton. Eine Zigarette auf dem Balkon zu rauchen, das ist Genussraucher Löw keinesfalls erlaubt. „Das ist bei uns verboten“, wird Generaldirektor Yannick Le Hec zitiert, „wir haben unten Terrassen. Er könnte dorthin gehen. Ich gehe davon aus, dass er die Regeln unseres Hauses respektiert.“ Wenn der 56-Jährige auf den Balkon geht, dann also nur, um den fantastischen Blick zu genießen, der sich ihm über den Genfer See und die umliegenden Gipfel der Westalpen bietet. Ein atemberaubendes Panorama.

Der Verband investiert viel in das Wohlbefinden seiner Nationalspieler. 1,6 Millionen Euro kostet das Quartier summa summarum für die gesamte Turnierdauer. Dafür stehen den Spielern nicht nur die üblichen Annehmlichkeiten des Hauses wie Kräutersauna, Pool und Shuttleservice zum Golfplatz zur Verfügung. Im Garten wurde außerdem eine Liegelandschaft aus Designer-Möbeln angelegt und im Inneren eine Players Lounge geschaffen, in der die Spieler Billard oder Flipper spielen können.

Wie waren die deutschen Kicker eigentlich 2012 untergebracht? Und wie 2008? Für alle, die das längst vergessen haben, geben wir ein wenig Nachhilfe.




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