Radeln in Stuttgart Stuttgarter treten für Umwelt in die Pedale

Verkehrsminister Winfried Hermann (Mi.) und Bürgermeister Peter Pätzold (re.) radelten am Montag die ersten Kilometer für die Umweltaktion „Stadtradeln“. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Verkehrsminister Winfried Hermann (Mi.) und Bürgermeister Peter Pätzold (re.) radelten am Montag die ersten Kilometer für die Umweltaktion „Stadtradeln“. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Vom 7. bis zum 27. September können Stuttgarter Radler Kilometer für die Aktion Stadtradeln sammeln. Verkehrsminister Winfried Hermann und Baubürgermeister Peter Pätzold gaben am Montag den Startschuss für die insgesamt 270 beteiligten Teams.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel der Stunde - aber wir wollen, dass noch mehr Menschen ihr Rad im Alltag nutzen”, sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Montag in der Eberhardstraße, Stuttgarts erster autofreier Fahrradstraße. Gemeinsam mit Baubürgermeister Peter Pätzold (ebenfalls Grüne) gab er den Startschuss für die Umweltaktion Stadtradeln, an der Stuttgart bereits das vierte Mal teilnimmt.

In Teams können fahrradbegeisterte Stuttgarter in den nächsten drei Wochen Fahrradkilometer sammeln. Per App werden diese getrackt und direkt in ein bundesweites Ranking eingeordnet. Mit knapp 700 000 Kilometern war Stuttgart letztes Jahr landesweit auf dem vierten Platz gelandet. Dieses Ergebnis wolle man dieses Jahr toppen, so Pätzold. Die Chancen dafür stehen gut: Am ersten Tag der Aktion hatten sich bereits 270 Teams angemeldet - ein Rekordergebnis.

Erstmals beteiligen sich auch zehn Landesministerien

Auch zehn der elf Landesministerien stellen zum ersten Mal ein eigenes Team - ausgerechnet die Mitarbeiter des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport wollten sich allerdings bis jetzt nicht beteiligen. Ralf Dietrich arbeitet für das Umweltministerium und radelt bereits seit einiger Zeit täglich zur Arbeit. „Mit dem Fahrrad komme ich schneller und entspannter von Degerloch in die Innenstadt”, sagte der 44-Jährige. Die Aktion unterstütze er deswegen gerne mit seinen gefahrenen Kilometern - schließlich sei Fahrradfahren nicht nur ein Vernunftsthema, sondern mache einfach auch viel Spaß.

Auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt gebe es allerdings noch einiges zu tun, sagte Verkehrsminister Hermann. „Viele Fahrradwege sind lückenhaft gewesen - jetzt wird endlich das gesamte Netz ausgebaut.“ Unabdingbar seinen in Zukunft auch die direkten Pendlerstrecken in Richtung Neckartal und Herrenberg (Kreis Böblingen). Außerdem kritisierte Hermann, dass es in der Stuttgarter Innenstadt weiterhin zu wenige Stellplätze für Fahrräder gebe. Hierzu erklärte Peter Pätzold allerdings, mehr Fahrradständer seien bereits in Planung.

Stuttgarter wollen eine fahrradfreundliche Stadt

„Wir wollen Stuttgart zu einer Fahrradstadt machen, die Bürger wollen das so“, sagte Pätzold. Die rege Teilnahme an Aktionen wie dem Stadtradeln verdeutliche für ihn diesen Wunsch. Außerdem zeigten die dadurch erhobenen Daten, wie viel die Stuttgarter heute schon radelten. „Die Aussage, dass hier niemand Fahrrad fährt, gehört definitiv der Vergangenheit an“, sagte Bürgermeister Pätzold. Vor allem E-Bikes und Lastenfahrräder seien eine große Chance für die Mobilität der Zukunft in der Kesselstadt.




Unsere Empfehlung für Sie