Radfahren in lauen Sommernächten Die besten Tipps für Fahrspaß in der Dämmerung

Von red 

Mountainbiken bei Dunkelheit macht erst dann richtig Spaß, wenn Ausrüstung und Fahrweise optimal abgestimmt sind. Wir verraten, auf was es beim Nightride ankommt.

Eine gute Kombination aus Helm- und Lenkerlampe erweist bei Fahrten am späten Abend gute Dienste.  Foto: shutterstock/ moreimages 4 Bilder
Eine gute Kombination aus Helm- und Lenkerlampe erweist bei Fahrten am späten Abend gute Dienste. Foto: shutterstock/ moreimages

Laue Sommernächte ermöglichen Fahrspaß mit dem Mountainbike bis in die späten Abendstunden hinein. Damit, wenn es dämmert oder gar Nacht wird, neben dem Genuss die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt, sollten ein paar Regeln unbedingt beachtet werden. Vorneweg gilt generell:

Achtung, Wildtiere!

Wildtiere werden aktiv wenn es dämmert. Daher gilt: nicht in Wege hineinfahren, die zu einem Jägerstuhl oder einer Wildtierfütterung führen. Leuchten reflektierende Augen auf, sollte der Lichtkegel der Fahrradbeleuchtung bzw. Stirnlampe weggedreht werden. Denn geblendete Tiere bleiben stehen. Außerdem wichtig: Wenn Wildtiere den Weg kreuzen, sofort stoppen und warten. Weitere Tiere könnten folgen, ins Rad laufen oder von der Gruppe abgetrennt werden.

Verhalten im Straßenverkehr bei Nacht

Wer bei einer spätabendlichen Mountainbike-Tour doch einmal in den Straßenverkehr kommt, sollte seinen Lichtkegel knapp vor dem Vorderrad ausrichten und die Lampe auf die kleinste Stufe abdimmen. im Folgenden hätten wir noch ein paar Tipps, die für Lust statt Frust bei der abendlichen Ausfahrt sorgen: 

1. Geschwindigkeit anpassen

Bei Dämmerung und erst recht nachts gilt: Speed drosseln. Die Sicht ist eingeschränkt, Hindernisse tauchen plötzlich auf. Daher lediglich so schnell fahren, dass jederzeit rasch reagiert und gebremst werden kann.

2. Richtig ausleuchten

Eine gute Kombination aus Helm- und Lenkerlampe hilft dabei, bodennahe Hindernisse in einem flachen Winkel anzustrahlen und durch Kurven leuchten zu können. Die Lampen sollten zudem sicher und wackelfrei montiert werden.

3. An die Nacht gewöhnen

Die Augen sollten sich erst einmal an die veränderten Sichtverhältnisse gewöhnen. Daher: gemütlich losfahren und nicht gleich in den steilen Trail einbiegen.

4. Schlechte Wege meiden

Bei Dunkelheit lieber auf bekannten Wegen fahren, auf denen man sicher wieder nach Hause findet. Denn sich zu orientieren ist nachts ohnehin schwerer.

5. Strom sparen

Lampen am besten der fahrtechnischen Herausforderung und der Geschwindigkeit angemessen dimmen oder stärker einstellen.

6. Abstand halten

Gilt schon allein wegen Corona. Wer jedoch am späten Abend lieber zu zweit oder in der Gruppe unterwegs ist, sollte noch mehr Sicherheitsabstand halten, als bei Tagfahrten.

7. Rücksicht nehmen bei Gegenverkehr

Bei nahendem „Gegenverkehr“ – egal ob Mensch oder Tier - das Licht auf die kleinste Stufe stellen und/oder eine Hand seitlich vor den Lichtkegel der Lenkerlampe halten bzw. mit der Helmlampe bewusst auf den Boden schauen.

8. Ressourcen sparen

Sicher nach Hause kommen, ist das wichtigste Ziel. Deshalb Lampen- und den eigenen Akku nicht komplett ausreizen. Ausreichend zu trinken und essen sollten in jedem Fall eingepackt werden. Genauso wie Ersatzschlauch, Pumpe, Bike-Tool, Handy und Erste-Hilfe-Set.

9. Regeln im Straßenverkehr beachten

Denn die gelten auch für Nachtaktive. Lampen sollten etwa der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Wer dies nicht befolgt, macht sich strafbar.

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