RAF-Anschlag auf Siegfried Buback Misstrauen gegenüber staatlichen Aufklärern

Michael Buback ist  tief enttäuscht von den  Ermittlern. Foto:  
Michael Buback ist tief enttäuscht von den Ermittlern. Foto:  

Wer tötete am 7. April 1977 den damaligen Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof, Siegfried Buback? Sohn Michael Buback hat bis heute einen Verdacht und sieht die Person durch die staatlichen Aufklärer geschützt.

Politik/Baden-Württemberg: Rüdiger Bäßler (rub)
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Stuttgart - Am 7. April 1977 ist der damalige Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof, Siegfried Buback, von RAF-Mitgliedern im Dienstwagen ermordet worden. Mit ihm starben im Kugelhagel der Fahrer Wolfgang Göbel und der Justizbeamte Georg Wurster. Wer auf dem Motorrad saß und die Todesschüsse abgab, konnte bis heute nicht geklärt werden.

Bubacks Sohn Michael Buback nannte jetzt im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung erneut seinen 2008 im Buch „Der zweite Tod meines Vaters“ geäußerten Verdacht, Verena Becker sei die Schützin gewesen. Becker wurde 2012 durch das Oberlandesgericht Stuttgart in einem neu aufgerollten Prozess zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord verurteilt; die Haupttäterschaft blieb im Prozess offen.

Für Michael Buback handelt es sich um ein unzureichendes Urteil. Im Telefonat erwähnt er eigene Erkenntnisse, wonach Verena Becker mit deutschen Geheimdiensten kooperiert haben könnte und dafür in Prozessen „geschützt“ wurde.

Am Ende gibt Michael Buback, befragt nach der Bedeutung der neuesten Nachrichten über die RAF-Veteranen, aber nur folgendes, schriftlich übersandtes Zitat zum Druck frei: „Die Frage, ob diese Personen nähere Kenntnisse zum Attentat auf meinen Vater und seine beiden Begleiter haben, vermag ich nicht zu beantworten. Es sei allerdings angefügt, dass meine Frau und ich inzwischen ein sehr klares Bild von den Karlsruher Tätern besitzen. Die offizielle Klärung scheint erschwert, da Verena Becker (. . .) mit dem Verfassungsschutz kooperiert hat.“




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