Randale in Stuttgart Drei weitere Randalierer sitzen in Untersuchungshaft

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Die Polizei hat am Wochenende und am Dienstag weitere Tatverdächtige festgenommen, die an den Plünderungen beteiligt gewesen sein sollen. 14 Personen sitzen nun in Untersuchungshaft.

Nach den Ausschreitungen sitzen nun 14 Tatverdächtige in Haft. Foto: SDMG
Nach den Ausschreitungen sitzen nun 14 Tatverdächtige in Haft. Foto: SDMG

Stuttgart - Die Polizei hat weitere Ergebnisse der Ermittlungsgruppe Eckensee bekannt gegeben. Demnach sitzen seit Dienstag nun insgesamt 14 Tatverdächtige in Haft, die in der Nacht zum 21. Juni in der Stuttgarter Innenstadt randaliert und Geschäfte geplündert haben sollen. Es sind laut der Polizei 13 Männer und eine Frau.

Bereits am Wochenende waren zwei Männer festgenommen worden. Die 18 und 19 Jahre alten Männer waren eine Woche nach den Ausschreitungen wieder in die Stadt gekommen. Dort erkannten sie Fahnder der Stuttgarter Polizei wieder. Sie wurden am Sonntag und am Montag vor den Haftrichter gebracht, nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen sie beantragt hatte. Der Richter setzte diese in Vollzug. Sie sollen Polizeiautos beschädigt haben. Außerdem wird gegen sie ermittelt, weil sie Schaufenster eingeschlagen und Geschäfte geplündert haben sollen.

Insgesamt sitzen nun 14 Verdächtige in Haft

Am Dienstag brachten Beamte einen weiteren Mann zum Haftrichter, nachdem sie ihn festgenommen hatten. Ihm war man im Zuge der Ermittlungen auf die Spur gekommen. Auch er sitzt nun in Untersuchungshaft. Dem 22 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, sich an den Plünderungen beteiligt zu haben.

Die Stuttgarter Polizei hat zur Aufklärung der Vorfälle eine Ermittlungsgruppe mit mehr als 100 Beamten eingerichtet, die mehrere Hundert Spuren verfolgt. Auch werden umfangreiche Videoaufnahmen gesichtet. Diese stammen zum Teil von den Beteiligten an den Ausschreitungen selbst. Sie wurden in den sozialen Medien veröffentlicht. Während des Einsatzes machte die Polizei ebenfalls Aufnahmen, zum Teil mit Bodycams.

Die Randale hatte am späten Abend des 20. Juni begonnen, nachdem die Polizei am Eckensee einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen hatten. Mehrere Hundert Menschen griffen danach die Polizei an. Bis zu 500 sollen schließlich durch die Straßen gezogen sein. Sie demolierten Polizeiautos und schlugen Schaufensterscheiben ein. Die Polizei hatte bis gegen 4.30 Uhr zu tun, um dem eine Ende zu bereiten. Am zurückliegenden Wochenende reagierte die Polizei mit einem massiven Einsatz und kontrollierte viele am Eckensee und am Schlossplatz feiernde Menschen. Es blieb ruhig. Auch am kommenden Wochenende setzt die Polizei wieder auf eine verstärkte Präsenz in der Innenstadt.




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