Rassismus-Proteste in den USA US-Demokraten gehen im Kongress auf die Knie

Nancy Pelosi war eine der prominenten Vertreterinnen, die an George Floyd erinnert haben. Foto: dpa/Susan Walsh
Nancy Pelosi war eine der prominenten Vertreterinnen, die an George Floyd erinnert haben. Foto: dpa/Susan Walsh

Die US-Demokraten haben am Montag im Kongress in Washington ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und sind auf die Knie gegangen. Außerdem schweigen sie für 8:46 Minuten.

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Washington - Mit einem Kniefall und minutenlangem Schweigen haben Parlamentarier der oppositionellen US-Demokraten an den bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd erinnert. Prominente Oppositionsvertreter wie Nancy Pelosi und Chuck Schumer gingen am Montag im Kongress in Washington auf die Knie und hielten 8:46 Minuten lang schweigend inne.

So lange hatte ein weißer Polizist in Minneapolis sein Knie auf Floyds Nacken gedrückt, obwohl der Afroamerikaner wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr.

Lesen Sie hier: Zehntausende Menschen demonstrieren gegen Rassismus

Die demokratischen Vertreter von Repräsentantenhaus und Senat kamen in der sogenannten Emancipation Hall des US-Kongresses zusammen. Der Saal erinnert an Sklaven, die beim Bau des Kapitolgebäudes im 18. Jahrhundert eingesetzt wurden. Die Demokraten stellten anschließend Pläne für eine Polizeireform vor.

Floyds gewaltsamer Tod vor zwei Wochen hat in den USA für Entsetzen und Empörung gesorgt und landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst. Auch in Deutschland und zahlreichen weiteren Staaten gibt es Demonstrationen. Dabei gehen Demonstranten immer wieder auf die Knie.

Die Protestform wurde durch den afroamerikanischen Football-Spieler Colin Kaepernick bekannt. Der damalige Quarterback der San Francisco 49ers begann 2016 damit, vor NFL-Spielen bei der Nationalhymne auf die Knie zu gehen, um gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner zu protestieren. Das führte zu einer erhitzen politischen Debatte.




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