Auch der Landessozialminister ist gekommen

Dort blieb es zunächst sehr still, denn der Versöhnungstag ist für die jüdischen Gläubigen strenger Ruhe- und Fastentag – bis zum Ende des Gottesdienstes nach zehn Tagen der Besinnung und der Einkehr. Als dann 100 Gläubige aus der Synagoge auf die Straße traten, ergriff der Antisemitismus-Beauftragte der Landesregierung, Michael Blume, das Wort, um Rückhalt und Beistand zu signalisieren. „Die spontane Versammlung war ein schönes Zeichen der Solidarität“, resümierte Lars Neuberger, Pressesprecher der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, „bedauerlich nur, dass es in Deutschland nötig ist.“ Die Stuttgarter Polizei und das Innenministerium hätten am Mittwoch aber rasch reagiert, sagte Neuberger. Die Polizei hatte die Überwachungsmaßnahmen im Bereich Synagoge, wie in anderen Städten, verstärkt.