Rebels empfangen Pforzheim Bisons in der Eiswelt Deshalb ist Eishockey in Stuttgart möglich

Die Stuttgart Rebels im Training – am Freitag trifft der Club in der Eiswelt Waldau auf die Bisons aus Pforzheim. Foto: Stuttgarter EC
Die Stuttgart Rebels im Training – am Freitag trifft der Club in der Eiswelt Waldau auf die Bisons aus Pforzheim. Foto: Stuttgarter EC

Die Profiligen DEL und DEL 2 ruhen noch in Deutschland, in der Eishockey-Regionalliga dagegen fliegt der Puck schon wieder durch die Hallen. Die Stuttgart Rebels empfangen am Freitag die Pforzheim Bisons.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Stuttgart - Die Eishockey-Welt befindet sich in diesen Tagen in heller Aufruhr. Der erneut verschobene Saisonstart der Eliteliga DEL auf Mitte Dezember hat zu heftigen Diskussionen zwischen Liga-Leitung, den Club-Oberen sowie den Profis geführt – es geht darum, die Stadien so auslasten zu können, dass der Spielbetrieb wirtschaftlich durchgeführt werden kann. Auch die DEL 2 startet erst am 6. November in die Spielzeit, doch in Stuttgart flitzt bereits an diesem Freitag (20 Uhr) die kleine Hartgummischeibe übers Eis. Die Stuttgart Rebels erwarten zum Heimspielauftakt in der Regionalliga den Neuling 1. CFR Pforzheim Bisons in der Eiswelt auf der Waldau, damit haben die Stuttgarter Fans den Anhängern der DEL-Clubs etwas voraus: Sie können endlich wieder Eishockey schauen.

Dass dies möglich ist, war kein Selbstläufer. Im Vorfeld musste der Viertligist ebenfalls in die Vorleistung gehen, ein Hygienekonzept erstellen und die mit Stadt sowie Gesundheitsamt abstimmen. „Wir haben in den letzten Wochen viel Zeit in die Vorbereitung investiert und sind froh, ein Hygienekonzept für den Spielbetrieb zu haben“, sagt Christian Ballarin, der Clubchef des Stuttgarter EC, „der Spielbetrieb mit Zuschauern ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, dass wir mit den Rebels diese Saison überhaupt spielen können.“ Allerdings benötigen die Rebels nicht wie die DEL-Topclubs Adler Mannheim oder EHC München mehrere tausend Fans, um finanziell über die Runden zu kommen – es genügen einige 100. Und damit ist es auch kein Problem, dass aus Corona-Gründen nicht mehr als 500 Menschen in die Eiswelt dürfen. In der vergangenen Saison wollten meist zwischen 300 und 400 Zuschauer das Geschehen auf dem Eis live verfolgen.

Allerdings gelten besondere Corona-regeln in der Eishalle. Es wurden sämtliche Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt. Es gilt – außer an den Sitzplätzen – die Verpflichtung, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Tickets sind ausschließlich online (www.rebels-tickets.de) erhältlich, da nur so die notwendige Nachverfolgbarkeit sichergestellt ist. Dabei können Gruppen bis zu 20 Personen das Spiel gemeinsam verfolgen. Jedoch hat der Club aufgrund der gestiegenen Sicherheitskosten die Preise erhöht. „Die Anpassung des Ticket-Angebots fällt uns nicht leicht“, sagt Christian Ballarin, „wir können nur deutlich weniger Fans in die Halle lassen und es entstehen für uns Mehrkosten entstehen. Ohne diese Maßnahme wäre ein Spielbetrieb schlichtweg nicht möglich gewesen.“ Auch die Stuttgart Rebels wollen in dieser Corona-Saison kein finanzielles Risiko eingehen, da unterscheiden sie sich nicht von den 14 Clubs aus der DEL.

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