Regionalbahn in Schorndorf Spielzeugwaffen lösen Einsatz aus

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Ein Anrufer meldet der Polizei mehrere junge Leute, die in einer Bahn scheinbar mit einer Waffe hantieren. Der Zug muss für den Einsatz kurzzeitig angehalten werden. Warum den Jugendlichen trotzdem keine Strafanzeige droht:

Spielzeugwaffen müssen als solche erkennbar sein – ansonsten unterliegt das Führen strengen Vorschriften. Foto: Gottfried Stoppel
Spielzeugwaffen müssen als solche erkennbar sein – ansonsten unterliegt das Führen strengen Vorschriften. Foto: Gottfried Stoppel

Schorndorf - Am Montagnachmittag gegen 16.15 Uhr hat ein Anrufer der Polizei gemeldet, in einer Regionalbahn in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) würden mehrere Jugendliche mit einer Waffe hantieren. Damit die Polizei den Zug überprüfen konnte, musste dieser vorübergehend angehalten werden – im Zug war von den Jugendlichen allerdings nichts zu sehen.

In einer Unterführung unter den Gleisen entdeckte eine Streife aber sechs junge Männer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren. Sie hatten mehrere Spielzeugpistolen dabei, die sie laut dem Polizeibericht „bereitwillig aushändigten“.

Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit: Das gilt es zu beachten

Obwohl die Männer strafmündig sind, müssen sie laut dem Sprecher keine Anzeige fürchten: „Es war eindeutig erkennbar, dass es sich um Spielzeugwaffen handelte“ – außerdem sei niemand gefährdet worden. Für das öffentliche Führen täuschend echt aussehender Attrappen von Schusswaffen gibt es strenge Vorschriften. Ausgenommen davon sind jedoch Gegenstände, die zum Beispiel durch bunte Markierungen deutlich als Nachbildung erkennbar sind.