Rems-Murr-Kreis Corona nistet sich in Seniorenheim ein

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Bereits in zwei Pflegeeinrichtungen im Rems-Murr-Kreis sind Menschen positiv getestet worden. Jetzt geht es darum, wie die Betreuung aufrecht erhalten werden kann.

Nun sind auch hiesige Pflegeeinrichtungen  von dem Virus betroffen. Foto: Gottfried Stoppel
Nun sind auch hiesige Pflegeeinrichtungen von dem Virus betroffen. Foto: Gottfried Stoppel

Schorndorf/Waiblingen - Das Coronavirus ist in mindestens zwei Seniorenheimen im Landkreis nachgewiesen worden. Das hat der Landrat Richard Sigel am Donnerstagabend bestätigt. Demnach ist bereits am vergangenen Wochenende ein infizierter Bewohner des Hauses Elim in Waiblingen-Bittenfeld gemeldet worden. Am Donnerstag kamen zudem Gerüchte auf, dass die private Seniorenresidenz Haus Röder in Schorndorf betroffen sei.

Landrat: Gesundheitsamt berät individuell

In beiden Häusern sei das Gesundheitsamt tätig, sagt Richard Sigel – „wir versuchen, jeweils individuell zu beraten“. Die Einrichtungen müssten den Spagat meistern, zum einen eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und zum anderen die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen.

Wie dies in den beiden konkreten Fällen gelöst werde, müsse sich noch zeigen. Das Gesundheitsamt habe die Mitarbeiter mit Informationen versorgt und entsprechende Schutzkleidung organisiert. Darüber hinaus sei man bemüht, die Infektionskette nachzuverfolgen und möglichst jeden Bewohner und Mitarbeiter zu testen. Ein Besucherstopp sei ohnehin bereits per Allgemeinverfügung angeordnet gewesen. Es gebe allerdings kein Patentrezept, wie man dem Virus begegne, „jeder Fall ist anders und bedarf individueller Maßnahmen“, sagt Sigel, „wir sind dabei, diese auszuarbeiten“.

„Leider ist das Coronavirus nun auch erstmals in einem Pflegeheim in Schorndorf ausgebrochen“, schreibt der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer an Donnerstagabend auf seiner Facebook-Seite. Von den 39 Bewohnern seien bisher acht positiv getestet worden, ebenso drei Mitarbeiter. Das Haus Röder stehe nun mehr denn je in der Verantwortung, dass die Versorgung weiterhin gesichert sei. Seitens der Stadt stehe man in engem Austausch mit dem Landratsamt.

Einer von rund 30 Bewohnern positiv getestet

Nicht ganz so dramatisch stellt sich die Lage offenbar noch in dem Bittenfelder Haus Elim dar. Laut Landratsamt ist lediglich ein Bewohner positiv getestet worden, der von den rund 30 Mitbewohnern isoliert wurde. Wichtig sei aber auch in einem solchen Fall, dass das pflegerische und medizinische Personal geschützt werde, um die Versorgung aller Bewohner sicherzustellen. Das Gesundheitsamt berate das Umfeld, unter welchen Bedingungen weitergearbeitet werden könne.