Renningen/Weil der Stadt Landrat bittet Andreas Scheuer um Hilfe

Von Florian Mader 

Nach den tödlichen Unfällen reagiert Roland Bernhard.

Dass die Häufung der Todesfälle in Berlin Gesprächsthema ist, hatte der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz (CDU) Mitte Dezember in der Kreistagssitzung bestätigt. Foto: pixabay
Dass die Häufung der Todesfälle in Berlin Gesprächsthema ist, hatte der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz (CDU) Mitte Dezember in der Kreistagssitzung bestätigt. Foto: pixabay

Renningen/Weil der Stadt - Der Böblinger Landrat Roland Bernhard fordert, die Bundesstraße 464 zwischen Renningen und Weil im Schönbuch umzubauen. Dazu hat er jetzt einen Brief an den Bundesverkehrminister Andreas Scheuer (CSU) geschrieben. „Ich bitte Sie, Mittel für etwaige bauliche Veränderungen Mittel zur Verfügung zu stellen“, schreibt der Landrat.

Ende November und Anfang Dezember waren innerhalb von zwei Wochen bei zwei Unfällen vier Menschen gestorben. Schon damals hatte der Landrat keinen Hehl daraus gemacht, dass man das nur verhindern könne, wenn die Straße umgebaut wird. Weil es aber eine Bundesstraße ist, muss Berlin das veranlassen.

Mehr Radarkontrollen

„So muss man etwa Vorsorge treffen vor Fahrzeugen, die in den Gegenverkehr geraten“, heißt es in dem Brief an den Bundesverkehrsminister. Zudem fordert der Landrat, den Ausbau der Straße zu prüfen. „Mir ist bewusst, dass dies eher mittel- bis langfristige Überlegungen sind“, schreibt Roland Bernhard. „Dennoch sollten wir sie im Sinne des verkehrlichen Nutzens und der Verkehrssicherheit anstellen.“ Als Sofortmaßnahme hatte das Landratsamt vor Weihnachten Hinweisschilder aufgestellt, auf denen die Autofahrer um angepasste Fahrweise gebeten werden. Zudem hatten Landratsamt und die Polizei angekündigt, auf der B 464 häufiger zu blitzen.

Dass die Häufung der Todesfälle in Berlin Gesprächsthema ist, hatte der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz (CDU) Mitte Dezember in der Kreistagssitzung bestätigt. „Ich habe mit dem Verkehrsministerium und dem dortigen Staatssekretär Steffen Bilger Kontakt aufgenommen“, sagte Biadacz. „Die Todeszahlen dürfen niemanden unberührt lassen.“