Royal-Fotograf Arthur Edwards „Harry sollte aufhören, auf Meghan zu hören“

Von bpu/AFP 

Nachdem Prinz Harry öffentlich über Rassismus im Commonwealth gesprochen hat, meldet sich nun der langjährige Royal-Fotograf Arthur Edwards zu Wort. Sein Vorwurf: die Worte seien dem Prinzen nur in den Mund gelegt worden.

Hat Herzogin Meghan ihren Gatten im Griff? Das ist zumindest der Vorwurf des königlichen Fotografen. Foto: AFP/TOLGA AKMEN
Hat Herzogin Meghan ihren Gatten im Griff? Das ist zumindest der Vorwurf des königlichen Fotografen. Foto: AFP/TOLGA AKMEN

Los Angeles - Der langjährige Royal-Fotograf Arthur Edwards lässt kein gutes Haar an Herzogin Meghan. In einem Bericht der Zeitung „The Sun“ sagte er: „Harry sollte aufhören, auf Meghan zu hören.“ Konkret bezog er sich auf Harrys Aussagen im Zusammenhang mit der Black-Lives-Matter-Bewegung in den USA.

Der britische Prinz Harry forderte die Staaten des Commonwealth dazu auf, sich mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen: „Wenn wir das Commonwealth betrachten, gibt es absolut keine Möglichkeit vorwärtszukommen, ohne dass wir unsere Vergangenheit aufarbeiten“, sagte Harry. „So viele Menschen haben so unglaubliche Arbeit geleistet, um die Vergangenheit anzuerkennen und versucht, diese Fehler zu korrigieren, aber ich denke, wir alle erkennen, dass noch so viel mehr zu tun ist“, sagte er.

Hat Meghan in der Beziehung mit Harry etwa das Sagen?

Der 35-Jährige und seine Frau Herzogin Meghan hatten an einer vom Netzwerk Queen’s Commonwealth Trust (QCT) organisierten Videokonferenz teilgenommen. Das virtuelle Treffen mit Staatschefs des Staatenbundes, dem Harrys Großmutter, die britische Königin Elizabeth II., vorsteht, fand als Reaktion auf die weltweiten Proteste gegen strukturellen Rassismus statt.

Der Fotograf begleitet die Mitglieder des Königshauses schon lange mit seiner Kamera. Er ist sich sicher, dass Meghan ihrem Ehemann die Worte in den Mund legt. Harrys Worte haben laut dem Fotografen eine besondere Brisanz, weil der Prinz damit indirekt die Queen angreife, die eine offenkundige Verfechterin des Commonwealth ist. Während ihrer 70-jährigen Regentschaft habe sie laut Edwards jedes Mitgliedsland persönlich besucht. Der Fotograf schildert der Zeitung gegenüber, dass er die Queen viele Male begleitete und selbst erleben durfte, wie sich ihre Besuche von allen üblichen Staatsbesuchen unterschieden.

Paar zog sich aus dem Königshaus zurück

Das Commonwealth ist ein loser Staatenbund, der aus Großbritannien und vielen ehemaligen Kolonien des britischen Empire besteht. Die 54 Mitgliedsländer machen mit ihren 2,4 Milliarden Einwohnern ein Viertel der Weltbevölkerung aus. Der Queen’s Commonwealth Trust soll jungen Menschen aus diesen Ländern eine Austauschplattform bieten. Harry und Meghan stehen dem Netzwerk als Präsident und Vizepräsidentin vor.

Das Paar hatte sich dieses Jahr aus dem Königshaus zurückgezogen und eine gemeinnützige Organisation gegründet. Harry hatte dies unter anderem auch mit „rassistischen Untertönen“ in der Medienberichterstattung über seine Frau begründet. Meghan hatte als Tochter eines weißen US-Amerikaners und einer Afroamerikanerin wiederholt von persönlichen Erfahrungen mit Rassismus berichtet.




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