Rücktritt von Domenico Giani Vatikan-Polizei muss sich nach neuem Chef umsehen

Von red/dpa 

Der Polizei-Chef des Vatikans, Domenico Giani, hat seinen Rücktritt eingereicht. Konkret geht es um interne Dokumente, die an die Öffentlichkeit geraten sind.

Domenico Giani (in Schwarz) ist von seinem Amt zurückgetreten. Foto: AP/Alessandra Tarantino
Domenico Giani (in Schwarz) ist von seinem Amt zurückgetreten. Foto: AP/Alessandra Tarantino

Rom - Der langjährige Kommandant der Gendarmerie des Vatikans, Domenico Giani, ist von seinem Posten zurückgetreten. Dies teilte der Heilige Stuhl am Montag mit. Vorausgegangen waren Ermittlungen wegen der Veröffentlichung vertraulicher Informationen im kleinsten Staat der Welt. „Auch wenn den Kommandanten beim Ablauf der Dinge keine persönliche Schuld trifft, hat Domenico Giani beim Heiligen Vater seinen Rücktritt eingereicht, aus Liebe zur Kirche und Treue zum Nachfolger Petri“, heißt es in der Mitteilung.

Anfang Oktober hatten das Magazin „L’Espresso“ und andere italienische Medien ein von Giani unterzeichnetes Dokument der Vatikan-Polizei veröffentlicht. Darin wurde mitgeteilt, dass fünf Mitarbeiter der Kurie vom Dienst suspendiert worden seien. Unter ihnen war auch der Direktor der vatikanischen Finanzaufsicht AIF, Tommaso Di Ruzza.

Laut Medienberichten ging es um den Missbrauch von Geldern, unter anderem aus dem sogenannten Peterspfennig, einer Spendensammlung. Wie das Dokument mit den Namen und Fotos der vier Männer und einer Frau an die Medien gelangte, ist unklar. Dazu ermittelt der Staatsanwalt des Vatikanstaats.