Runder Tisch in Leonberg Kommentar: Gut gedacht, schlecht gemacht

Von Sandra Lohrmann 

Von Ulrike Otto

Eine gemeinsame Bühne, um Probleme gebündelt loswerden zu können? Aber sicher. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und wenn Vereine ihr Anliegen zusammen vorbringen anstatt einzeln bei der Stadtverwaltung vorstellig zu werden oder verschiedene Gemeinderatsvertreter anzusprechen, hat das sicher mehr Aussicht auf Erfolg. Und ein Runder Tisch ist auch hilfreich, um Kontakte untereinander zu knüpfen. Zumindest dieser Teil der Veranstaltung hat Potenzial und die Vereine sollten davon in Zukunft noch stärker Gebrauch machen.

Der andere Teil des Abends sollte jedoch dringend überarbeitet werden. Erstmals sollten sich die Vereine zusammensetzen, um den Veranstaltungskalender zu besprechen und somit Terminkollisionen frühzeitig zu vermeiden. Dieser eigentlich gut gedachte Ansatz ging am Montagabend gründlich in die Hose. Stupides Aufzählen einzelner Veranstaltungshöhepunkte, das war’s. Den endgültigen Kalender wird ein Mitarbeiter im Kulturamt dann erstellen, wenn alle Vereine ihre sämtlichen Termine geschickt haben.

Auch wenn das mittlerweile per E-Mail funktioniert, so ist es doch dermaßen aus der Zeit. Internet und Computer bieten mittlerweile so viele Möglichkeiten, sich auszutauschen. Eine Tabelle oder einen Kalender vorab befüllen und allen Teilnehmern elektronisch zur Verfügung stellen, und schon hätte man wirklich planen können. Stattdessen werden am Ende wieder alle vor vollendete Tatsachen gestellt. Das Kulturamt war zudem mehr als schlecht vorbereitet. In einer Zeit, in der Ehrenamtliche nur schwer für leitende Funktionen zu gewinnen sind, war das schlicht verplemperte Zeit.