Russischer Radiosender Echo Moskwy Messerattacke auf Moderatorin

Der Radiosender Echo Moskwy liegt inmitten des Moskauer Stadtzentrums. Foto: AP
Der Radiosender Echo Moskwy liegt inmitten des Moskauer Stadtzentrums. Foto: AP

Ein Unbekannter hat die Redaktion des Radiosenders Echo Moskwy überfallen und die stellvertretende Chefredakteurin niedergestochen. Der Mann verletzte die Moderatorin mit einem Messer am Hals. Der Sender hat eine kremlkritische Ausrichtung.

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Moskau - Ein Unbekannter hat die Redaktion des kremlkritischen Radiosenders Echo Moskwy überfallen und die stellvertretende Chefredakteurin Tatjana Felgengauer niedergestochen. Der Mann habe die Moderatorin mit einem Messer am Hals verletzt, teilte Chefredakteur Alexej Wenediktow am Montag in Moskau mit. Die 32-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, ist aber außer Lebensgefahr, wie Chefredakteur Alexej Wenediktow mitteilte. Wenediktow zufolge verschaffte sich der Mann Zugang zu dem Gebäude, indem er dessen Wachmann mit einem Spray außer Gefecht setzte. „Dann kam er in unsere Etage und drang in unser Büro ein.“ Russische Medien berichteten später, zwei Männer hätten das Gebäude betreten, aber nur einem sei es gelungen, bis zum Büro des Senders vorzudringen.

Moskauer Echo ist bekannt für seine regierungkritische Ausrichtung

Sicherheitskräfte nahmen den Mann noch in der Redaktion im Moskauer Stadtzentrum fest. Die Hintergründe der Tat waren bislang nicht bekannt.

Felgengauer, Stellvertreterin des Chefredakteurs, moderiert bei Moskauer Echo seit Jahren eine morgendliche Nachrichtensendung. Sie ist an Kundgebungen der Opposition beteiligt und hat auf Facebook tausende Follower. Moskauer Echo ist bekannt für seine regierungkritische Ausrichtung, auch wenn der Mehrheitsaktionär des Senders der Energieriese Gazprom ist.




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