Saisonkalender März Spinat – fünf Fakten über die Vitaminbombe

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Spinat steht auf vielen Speiseplänen. Der Kinderschreck beinhaltet viel Vitamin C und überzeugt auch sonst mit gesunden Inhaltsstoffen. Allerdings ist der Eisengehalt nicht so hoch, wie es jahrzehntelang behauptet. Einige Fakten zum gesunden Blattgemüse im Überblick.

Spinat ist ein guter Lieferant für Vitamine und Eisen. Mehr Infos finden Sie in der Bildergalerie. Foto: factum/Granville 7 Bilder
Spinat ist ein guter Lieferant für Vitamine und Eisen. Mehr Infos finden Sie in der Bildergalerie. Foto: factum/Granville

Stuttgart - Weil die Tage so kalt waren, recken sich auf dem Freilandacker die Spinatpflänzchen, die im Februar gepflanzt wurden, gerade erst ans Tageslicht. Aber Tiefkühlspinat ist eine gute Alternative, die von den Deutschen gerne gekauft und zubereitet wird.

1. Gebiet Die Anbaufläche für Spinat beträgt in Deutschland etwa 3424 Hektar. Jeder Deutsche aß im vergangenen Jahr im Schnitt 800 Gramm.

2. Herkunft Gehört der Spinat zu Deutschland? Genau genommen nein. Vermutlich gedieh er zunächst in Südwestasien und breitete sich von dort in Richtung des Mittelmeerraums aus, wo er seit der Antike heimisch ist.

3. Inhaltsstoffe Spinat hat einen hohen Gehalt an Vitaminen, vor allem an Vitamin C, und enthält Eiweiß. Zudem besitzt er einen vergleichsweise hohen Gehalt an Eisen. Allerdings ist er nicht so hoch, wie es jahrzehntelang behauptet und Kindern erzählt wurde. Demnach hatte der Schweizer Wissenschaftler Gustav von Bunge im Jahr 1890 den Eisengehalt richtig bestimmt. Bei der späteren Weiterverbreitung wurde aber unterschlagen, dass von Bunge getrockneten Spinat untersucht hatte. Weil das Gemüse zu 90 Prozent aus Wasser besteht, ergab sich daraus ein zehn Mal so hoher Eisengehalt. Immerhin wäre ohne diesen Irrtum die Comicfigur Popeye wohl nicht denkbar gewesen, die sich den Spinat dosenweise einverleibte und dadurch Bärenkräfte erlangte.

4. Lagerung Spinat kann nach kurzem Blanchieren, also kurzem Garen und Abschrecken in Eiswasser, eingefroren werden und so bis zu zehn Monate gelagert werden. Ansonsten hält sich Spinat zwei Tage im Kühlschrank. Aufwärmen ist (für Erwachsene) kein Problem, doch der Spinat sollte vorher schon zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt worden sein, um die Umwandlung des enthaltenen gesunden Nitrats in Nitrit zu verhindern. Aufgewärmter Spinat sollte nicht mit Fischprodukten verzehrt werden, weil dabei krebserregende Stoffe entstehen. Allerdings ist Grillgut oder verbranntes Brot gefährlicher.

5. Zubereitung Spinat kann roh als Salat oder gekocht als Gemüse verspeist werden. Frischer Spinat sollte aber schnell verarbeitet werden und nicht lange herumliegen. Beim Waschen der Blätter sollte der Spinat nur kurz im kalten Wasser liegen, damit die Vitamine nicht verloren gehen. Dann dünsten oder drei bis fünf Minuten kochen. Kurzes Blanchieren senkt den Nitratgehalt und vertreibt auch den typisch metallischen Geschmack, so dass der Spinat für Kinder genießbarer wird.