Mit einer Petition protestieren Eltern der Vogelsangschule im Stuttgarter Westen gegen zugeparkte Kreuzungen und Raser. Und sie machen konstruktive Vorschläge.

Lokales: Inge Jacobs (ja)

Die Elternschaft der Vogelsangschule im Stuttgarter Westen sorgt sich um die Schulwegsicherheit ihrer Grundschulkinder: „Die Kreuzungen sind immer zugeparkt“, berichtet Annika Khamassi vom Elternbeirat. Das sei für die Kinder gefährlich: „Sie können weder sehen noch gesehen werden.“ Zudem parkten viele Autos so, dass der Fußweg kaum noch sicher benutzt werden könne. Und viele seien zu schnell unterwegs oder gefährdeten die Kinder durch schnelle Wendemanöver, teils über den Bürgersteig. Jetzt dringen die Eltern auf Verbesserungen.

200 Unterschriften habe man bereits mit einer Petition gesammelt, berichtet Annika Khamassi. Auch beim Bezirksbeirat West sei man bereits vorstellig gewesen. „Aber bisher hat sich noch nicht wirklich etwas bewegt“, so die Mutter eines Erstklässlers. Dieser laufe zwar inzwischen allein zur Schule, fühle sich aber manchmal immer noch unsicher beim Überqueren der Straße.

Durch „Stuttgarter Ecken“ die Kreuzungen übersichtlicher machen

Nun schlagen die Eltern vor, durch bauliche Maßnahmen die Falschparker auszubremsen, etwa durch „Stuttgarter Ecken“ nach dem Vorbild von „Frankfurter Ecken“. Gemeint sei damit, dass der Kreuzungsbereich schraffiert und mit Pollern versehen werde, um das unrechtmäßige Abstellen zu verhindern. Dies könne zur besseren Übersicht auch durch Radabstellanlagen ergänzt werden. Auch auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen hoffen die Eltern.

Statt einer zunächst ins Auge gefassten Kinderdemo wollen die Eltern nun nach den Sommerferien mit einer temporären Spielstraße auf ihr Anliegen aufmerksam machen. „Wir erhoffen uns von dieser Aktion mehr Aufsehen“, meint Annika Khamassi. Diese müsse aber noch beantragt werden.