Schwäbischer Wald als Wimmelbuch Heimatkunde für Neugeborene

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Wo hat sich die Mühlenmaus versteckt? Und wer entdeckt die Schwäbische Waldfee? Die Rems-Murr-Kliniken schenken allen Eltern von Neugeborenen das Bilderbuch „Der Schwäbische Wald wimmelt“. Neben den Fantasiegestalten gibt es in dem Buch zu entdecken, was der Schwäbische Wald zu bieten hat.

Im neuen Wimmelbuch gibt es nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene viel zu entdecken. Foto: Gottfried Stoppel
Im neuen Wimmelbuch gibt es nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene viel zu entdecken. Foto: Gottfried Stoppel

Winnenden - Das Trio taucht immer wieder auf: der Klinikhase Jakob, die Mühlenmaus Melchior und die Schwäbische Waldfee. Diese drei Protagonisten spielen nicht unbedingt die Hauptrollen in dem neuen Bilderbuch „Der Schwäbische Wald wimmelt“ – aber Kinder und manch ein Erwachsener dürften ihre wahre Freude daran haben, die drei winzigen Figuren im Getümmel der ungezählten Menschen zu finden. Mal hockt die Maus vor einem riesigen Mühlrad, mal turnt der Hase auf einer Wiese am Waldrand, mal saust die Fee vorbei an einem Aussichtsturm.

Das Werk mit den Bildern der Waiblinger Malerin Christl Schlag ist am Mittwoch im Klinikum Winnenden vorgestellt worden. Bei dem Buch handelt es sich um eine Auftragsproduktion. Fortan bekommen alle Kinder, die in den Rems-Murr-Kliniken das Licht der Welt erblicken, so ein Wimmelbuch geschenkt. Bis dato, sagte der Landrat Richard Sigel, habe man den neuen Erdenbürgern beziehungsweise deren Eltern Pflegeartikel überreicht. Das sei doch ein bisschen unpersönlich gewesen. Das Wimmelbuch sei „ein kleiner Gruß“ der neuen Heimat. Dass die Babys zunächst vermutlich nichts mit den Druckwerk anfangen können – egal. Mit Heimatkunde kann man gar nicht früh genug anfangen: So oder so ähnlich haben sich das der Ideengeber, Landrat Sigel, und die Geschäftsführerin der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald, Barbara Schunter, wohl gedacht.

Mit viel Liebe zum Detail gezeichnet

Wer sich im Rems-Murr-Kreis, dem Träger der Kliniken, ein bisschen auskennt, der kann die mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Szenen rasch zuordnen. Auf der vorderen Umschlagseite: ganz klar, die Meuschenmühle beim Mühlentag. Weiter hinten im Buch: das Erfahrungsfeld der Sinne inklusive der Schwäbischen Waldbahn, die vorbei rattert. Auf dem Murrhardter Marktplatz hat die Zeichnerin einen Krankenwagen geparkt, dezent in einer Nebengasse versteckt. Auf dem Auto ist „Rems-Murr-Kliniken“ zu lesen.

Auf den Bildern der 68-jährigen Malerin sind fast alle Aktivitäten zu entdecken, die der Schwäbische Wald zu bieten hat: zum Beispiel Paddeln auf einem See, Wandern oder das Erkunden des rekonstruierten Limesturms bei Grab. „Der Schwäbische Wald ist Naturparadies und Freizeitregion“, heißt es auf dem Buchrücken.

Der Geschäftsführer der Kliniken, Marc Nickel, erklärte, dass jährlich rund 2500 Kinder im Landkreis zur Welt kämen, Tendenz steigend. Immer mehr Eltern – auch aus Stuttgart – wählten das Klinikum Winnenden für die Geburt ihrer Kinder.

Das Buch ist von Ende April an im Handel

Die Kliniken haben 6000 Bücher geordert, diese sollten zwei Jahre lang reichen, sagte Richard Sigel. Man plane bereits eine zweite Auflage mit neuen Bildern. Dann soll Christl Schlag auch Szenen aus den Krankenhaus und aus dem Remstal malen.