Schwimmen DLRG-Mitglieder werden zu Lebensrettern

Von Florian Mader 

Am Breitenauer See waren DLRG-Mitglieder aus Weil der Stadt am Sonntag eingesetzt.

Der Breitenauer See ist  der mit knapp 40 Hektar der größte See in Nordwürttemberg. Foto: PR
Der Breitenauer See ist der mit knapp 40 Hektar der größte See in Nordwürttemberg. Foto: PR

Weil der Stadt/Obersulm - Zu Lebensrettern sind die Ehrenamtlichen der DLRG-Ortsgruppe aus Weil der Stadt am Sonntag geworden. Sie holten einen Mann aus der Tiefe und reanimierten ihn. Am Breitenauer See, der mit knapp 40 Hektar der größte See in Nordwürttemberg ist, waren die Mitglieder der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ eingesetzt.

Am vergangenen Sonntag ist es dabei zu dem Unfall gekommen, erklärt der DLRG-Landesverband. Vom Ufer aus war es für die Einsatzgruppe schnell erkennbar, dass es sich bei dem Mann um einen unsicheren Schwimmer handelt. Sofort alarmierten sie das DLRG-Rettungsboot und fuhren zur Badebucht.

Von dort aus brachte die Bootsbesatzung zwei Freunde des Mannes, die ihm helfen wollten, dabei aber selbst in Gefahr gerieten, an Land. „Der Mann selbst war über Wasser nicht mehr zu sehen“, erinnert sich Dennis Meyer. Der Vorsitzende des DLRG-Weil der Stadt war als Wachführer eingesetzt. „Durch die aufsteigenden Luftblasen konnte der Bootsführer ihn aber schnell orten.“

Aus zwei bis drei Meter Tiefe retteten die DLRG-Mitglieder den bewusstlosen Mann und brachten ihn an Land. Sofort begannen sie mit der Reanimation. „Das rettete dem Mann vermutlich das Leben“, sagt Meyer, „so konnte er zu weiteren Untersuchungen dem Rettungsdienst übergeben werden.“

Der DLRG-Landesverband weist darauf hin, wie wichtig es ist, gut schwimmen zu können. „Leider passiert es immer wieder, dass vor allem Männer ihre Schwimmfähigkeit überschätzen und dabei in Gefahr geraten“, berichtet der Wachführer Dennis Meyer. Mit 39 Personen sei die Wachgruppe am Sonntag zum Glück optimal besetzt gewesen. „So war es uns möglich, in dieser kurzen Zeit einzugreifen und dem Mann und seinen Freunden das Leben zu retten.“

Es gebe aber Nachholbedarf in der Gesellschaft. „Laut einer von der DLRG in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage von 2017 können 59 Prozent der Kinder am Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen“, sagt Armin Flohr, der Präsident des DLRG-Landesverbands Württemberg. „Aber auch die Zahl der Nichtschwimmer und unsicheren Schwimmern unter Erwachsenen ist mit 52 Prozent erschreckend hoch.“ Bereits seit Jahren mache man auf das Problem der anhaltenden Bäderschließungen aufmerksam.

Bei den Wachdiensten wechseln sich die Ortsgruppen im Land ab. Deshalb waren die Weil der Städter am Sonntag am Breitenauer See, bei Obersulm (Kreis Heilbronn) gelegen, eingesetzt.