Shadow of the Tomb Raider im Test Krönender Abschluss der Trilogie

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Seit vielen Jahren gehören die Abenteuer von Lara Croft zum Programm der Videospieler. Nach einem Hänger im Spieldesign hat die kämpferische Amazone zu alter Stärke zurückgefunden. Das gilt auch für das eben erschienene „Shadow of the Tomb Raider“.

Zäh und nicht zimperlich: Lara Croft muss auch im dritten Teil der Neuauflage einiges einstecken, teilt aber auch aus. Foto: Square Enix 30 Bilder
Zäh und nicht zimperlich: Lara Croft muss auch im dritten Teil der Neuauflage einiges einstecken, teilt aber auch aus. Foto: Square Enix

Stuttgart - Lara Croft, seit Mitte der 1990er Jahre kampferprobte Archäologin in zahlreichen Spielen der Tomb-Raider-Reihe, ist zurück. Der neueste Wurf aus dem Hause Square Enix heißt „Shadow of the Tomb Raider“ und schließt die 2013 begonnene Reboot-Trilogie zunächst einmal ab. Nach ihrem fulminanten Start vor mehr als zwei Jahrzehnten hat die Reihe ihre Höhen und Tiefen erlebt, die jüngsten Titel indes haben wieder überzeugt. Gilt das auch für „Shadow of the Tomb Raider“?

Spielinhalt

Lara Croft, zur knallharten Überlebenskünstlerin gereift, ist weiterhin der machthungrigen und kriminellen Organisation Trinity auf der Spur, die das Leben ihres Vaters auf dem Gewissen hat. Doch die forsche Lara greift einmal zu oft beherzt zu: In Mexiko schnappt sie sich an einer Ausgrabungsstätte einen antiken Maya-Dolch und löst unabsichtlich eine Kette von Naturkatastrophen aus, die einem Fluch zufolge in der Apokalypse enden soll. Mit einem zweiten Artefakt lässt sich der Weltuntergang jedoch aufhalten – es beginnt ein rasanter Wettlauf mit Trinity.

Stärken

Lara Croft und mit ihr das gesamte Spiel präsentieren sich zum Abschluss der jüngsten Tomb-Raider-Trilogie in Höchstform. Die unterhaltsame und spannende Geschichte wird atmosphärisch dicht und grafisch reizvoll dargestellt und erzählt. Lara schießt mit diversen Waffen, schleicht durch dichten Dschungel und klettert über schwindelnde Höhen, dass es eine Freude ist. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich für Rätsel, Erkundung und Kämpfe individuell einstellen und sorgt dafür, dass im niedrigsten Level Lara den Spieler mit ganz konkreten Hinweisen versorgt. Sinnvoll verteilte Lagerfeuer mit Schnellreisefunktion ersparen uns langwierige Fußmärsche und Klettereien.

Schwächen

An „Shadow of the Tomb Raider“ gibt es fast nichts zu meckern. Manchmal ist es in den Höhlen und Gruben ein wenig zu dunkel, warum Spiele neuerdings eine offene Welt benötigen, in der es allerlei mehr oder weniger Nützliches zu sammeln gibt, wird wohl ein Rätsel des modernen Spieldesigns bleiben, ebenso übrigens wie nervtötende Unterwasserlevel. Und der Fähigkeitenbaum bietet zwar reizvolle Skills, ist allerdings ein bisschen unübersichtlich geraten.

Fazit

Aber das ist alles Jammern auf höchstem Niveau: „Shadow of the Tomb Raider“ ist ein würdiger Abschluss der Trilogie, bei dem alle Fans bedenkenlos zugreifen können.

„Shadow of the Tomb Raider“ ist freigegeben ab 16 Jahren und für die Playstation 4, XBox One und PC in der Standardversion ab 59,99 Euro erhältlich.

Grafik: 4 von 5

Spielspaß: 4 von 5

Atmosphäre: 4,5 von 5