Sieben Tipps gegen Arbeitsstress Wie der Urlaubseffekt länger anhält

Den Abwesenheitsassistenten nicht gleich zu deaktivieren, ist einer von vielen Tipps, die dabei helfen, dass einen  die Arbeit nach dem Urlaub nicht gleich überrollt. Foto: Gemenacom /Adobe Stock
Den Abwesenheitsassistenten nicht gleich zu deaktivieren, ist einer von vielen Tipps, die dabei helfen, dass einen die Arbeit nach dem Urlaub nicht gleich überrollt. Foto: Gemenacom /Adobe Stock

Eine Expertin erläutert, wie man sich im Alltag Inseln der Ruhe und Erholung schaffen kann .

Stuttgart - Man kommt wunderbar erholt aus dem Urlaub zurück. Doch kaum sitzt man im Büro, überrollt einen der berufliche Alltag – und die Erholung verpufft viel zu schnell. Wie gelingt es, dass der Urlaubseffekt trotzdem länger anhält? Manuela Welte, Therapeutin und Beraterin aus Aichtal, hat einige Ratschläge.

1. Rückkehr planen

Am Sonntagabend aus dem Flieger steigen und am Montagmorgen um acht Uhr am Schreibtisch sitzen – für manchen mag das Ausschöpfen des Urlaubs bis auf die letzte Minute das Richtige sein. Langsam starten und es auch langsam wieder auslaufen lassen, hält Manuela Welter für ratsamer. Ein oder zwei Urlaubstage vor und nach der Reise sollte man haben, um in Ruhe ein- und auspacken zu können.

2. Abwesenheitsnotiz nicht deaktivieren

Eine effektive Methode, um am ersten Arbeitstag etwas Stress rauszunehmen: den Abwesenheitsassistenten nicht deaktivieren, sondern damit noch ein oder zwei Tage warten. Das reduziert den Druck, alle Mails sofort abzuarbeiten und auf jede Neue sofort antworten zu müssen.

3. Nicht sofort Vollgas geben

Langsam wieder in den Alltag starten, empfiehlt Manuela Welte, um den Erholungseffekt zu verlängern. Also nicht sofort sämtliche Koffer und Taschen ausräumen oder die ganze Wäsche waschen, sondern sich bewusst Zeit lassen, wieder zu Hause und im Alltag anzukommen.

4. Urlaubserinnerungen hegen

Die schöne Muschel vom Strandspaziergang, das Armband von der Kunsthandwerkerin oder die Flasche Wein – Dinge erinnern uns an besondere Momente einer Reise und lösen so positive Gefühle aus. Auch gut: das eine oder andere Foto ausdrucken und aufhängen, vielleicht an die Pinnwand am Büroschreibtisch. Oder die Playlist aus dem Urlaub immer mal wieder abspielen. So ruft man sich die schönen Zeiten ins Bewusstsein.

5. Eine Aufgabe nach der anderen

Klingt simpel, ist aber schwieriger als gedacht. In Wirklichkeit sieht es doch so aus: Während wir telefonieren, blättern wir die Zeitung durch. Während wir essen, checken wir die Mails. Während wir uns unterhalten, posten wir ein Foto auf Instagram. Via Smartphone sind wir ständig erreichbar. Das stresst und verstärkt das Gefühl, fremdbestimmt und der Alltagshektik ausgeliefert zu sein. Deshalb: sich wirklich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und für diese Zeit alles andere auszublenden, kann das Leben im Privaten wie im Beruf entschleunigen. Manuela Welte rät zu einer kleinen Geh-Mediation, um die Konzentration zu üben: Für eine Minute bewusst darauf achten, einen Fuß vor den anderen zu setzen.

6. Kleine Erholungsinsel schaffen

Was tut mir gut? Wie kann ich abschalten und entspannen? Entspanne ich beim Sport oder beim Lesen?Auf solche Fragen die Antwort zu kennen, hält Welte für zentral. Wichtig ist auch, Warnsignale des Körpers zu erkennen und dann auch rechtzeitig gegenzusteuern. „Sich kleine Urlaubsinseln im Alltag schaffen“, nennt Welte das. Die Gestaltung solcher Zeiten hängt von den Bedürfnissen jedes einzelnen ab.

7. Vorfreude planen

Vorfreude ist die schönste Freude, heißt es. Oder: nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Wer schon weiß, wann der nächste Kurztrip oder Urlaub ansteht, tut sich mit der Rückkehr leichter, weil man eine Perspektive hat, auf die man sich freut.

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