„Soko Stuttgart“ dreht 300. Folge in der Wilhelma Schwabenstar Dodokay und die „tote Nachtigall“

Dodokay alias Dominik Kuhn (Mitte) mit Bärbel Stolz und Benjamin Strecker beim „Soko“-Dreh in der Wilhelma. Foto: Bavaria Fiction/Markus Fenchel 6 Bilder
Dodokay alias Dominik Kuhn (Mitte) mit Bärbel Stolz und Benjamin Strecker beim „Soko“-Dreh in der Wilhelma. Foto: Bavaria Fiction/Markus Fenchel

Die Quoten der ZDF-Serie „Soko Stuttgart“ steigen immer weiter an. Die 300. Folge wird jetzt in der eigentlich geschlossenen Wilhelma mit dem schwäbischen Comedian Dodokay als Gastschauspieler gedreht.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Im Maurischen Garten der Wilhelma verströmt die Blütenpracht der Magnolien ihren exotischen Reiz. Das betörende Blumenmeer ist in besseren Zeiten ein Magnet. Die Pandemie aber lässt nicht zu, dass Besucherinnen und Besucher von diesem faszinierenden Naturschauspiel direkt vor Ort verzaubert werden. Die im Lockdown erneut geschlossenen Türen haben sich nun allein für das TV-Team der „Soko Stuttgart“ unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. Der 300. Kriminalfall von der Ersten Hauptkommissarin Martina Seiffert und Co. spielt an einer Stuttgarter Touristenattraktion, die stillgelegt ist.

In der Jubiläumsfolge (Arbeitstitel: „Die tote Nachtigall“) der seit 2009 produzierten ZDF-Serie wird noch mehr Schwäbisch gesprochen als sonst. Comedian Dominik Kuhn alias Dodokay, der sich „Schwaben-Synchron-Grasdackel“ genannt hat, übernimmt die Episodenhauptrolle eines Tierpflegers, der im Verdacht steht, seine Schwester, eine Operndiva, die „Nachtigall“, ermordet zu haben. Ob er’s war, wissen vielleicht nur die Magnolien – aber auch die Bavaria Fiction GmbH, die im Auftrag der Mainzelmännchen jedes Jahr 25 neue Folgen aus Stuttgart dreht.

Vier Millionen Zuschauer im Schnitt

Dies wird, so scheint es, in den nächsten Jahren eifrig so weitergehen und den hiesigen Filmstandort weiter festigen. Die Quoten steigen im 13. Jahr zur Freude der gesamten Mannschaft immer weiter an. Mit vier Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 20 Prozent im Schnitt nehmen die Stuttgarter Ermittlerinnen und Ermittler einen guten Mittelplatz in der „Soko“-Familie ein, weshalb der Vertrag für die Produktionsstätte im Römerkastell verlängert wird. Die Teams, die freitagabends im ZDF auf Verbrecherjagd gehen, belegen die Spitzenplätze bei den Zuschauerzahlen, womit Stuttgart mit Sendetermin am Donnerstag nicht ganz mithalten kann, auch wenn man beständig aufholt.

Vor den beiden Drehtagen in der Wilhelma sind alle Beteiligten auf Corona getestet worden. Auch Statisten waren engagiert, damit der Maurische Garten nicht menschenleer aussieht. Die Autoren müssen in der Pandemie Geschichten schreiben, bei denen es zu möglichst wenigen körperlichen Berührungen kommt. „Kussszenen gibt es bei uns ohnehin kaum“, sagt „Soko“-Sprecherin Franzi Hoffart, „vor Szenen mit Rangeleien oder Kämpfen müssen die Schauspieler in Quarantäne.“ Dodokay, der in der 300. Folge dabei ist, stand schon oft vor der Kamera – kennt Drehsets aber auch als Filmproduzent aus der anderen Blickrichtung. „Meine Auftritte als schwäbischer Comedian sind nur ein Teil meiner Arbeit“, betont er.

Die Jubiläumsfolge läuft im Herbst im ZDF

Gerade dreht Kuhn einen Kurzfilm auf Englisch, für den er sich im Stockwerk unter seinem Reutlinger Büro einen Bunker hat bauen lassen. Der Ausflug in die Magnolienpracht der Wilhelma hat ihm gut gefallen. Dodokay hofft sehr, dass bald alle wieder in diesen Genuss kommen. Die „tote Nachtigall“ wird im Herbst gesendet.




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