Sommerferienprogramm Fast wie die großen DJs

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Zehn Kinder hatten im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt die Möglichkeit, sich im Perkins Park von einem professionellen DJ Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Pult zeigen zu lassen.

Ein DJ arbeitet heutzutage weniger mit Platten und mehr mit dem Rechner. Das vereinfacht das Mixen von Songs ungemein. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Ein DJ arbeitet heutzutage weniger mit Platten und mehr mit dem Rechner. Das vereinfacht das Mixen von Songs ungemein. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - So ganz sicher, was er später mal werden will, ist sich Samuel noch nicht. Aber er kann es zumindest auf zwei Berufe einschränken: entweder DJ oder Elektriker. Zumindest für den ersten Berufswunsch hat er schon die Grundlage gelegt – zum vergangenen Weihnachtsfest hat er ein DJ-Pult samt Programm für den Computer bekommen. Die notwendigen theoretischen Hintergrundinfos hat sich der Zwölfjährige beim DJ-Workshop im Perkins Park geholt. Zehn Kinder hatten im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt die Möglichkeit, sich von einem professionellen DJ Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Pult zeigen zu lassen.

DJ Twenty-B – im richtigen Leben heißt er Francesco Fazio und ist eigentlich Einrichter – beginnt gleich mit der Königsdisziplin, wie er selbst sagt: „Der DJ, der heutzutage noch mit Vinyl auflegen kann, der kann eigentlich auch alles andere.“ Allerdings: „Es ist auch ziemlich Oldschool.“

Einige CDs hat der DJ immer im Gepäck

Ganz und gar nicht Oldschool, sondern sehr modern ist ein anderes Pult, das an einen Laptop angeschlossen ist. Die Musik kommt weder von der CD noch von der Platte, sondern ist digital gespeichert. Das erleichtert einiges, erzählt der DJ, der an Wochenenden manchmal im Perkins Park auflegt: „Vieles ist auf dem Bildschirm visualisiert, das macht die Arbeit viel einfacher, weil man sich nicht mehr so sehr auf das Hören verlassen muss.“ Einige CDs hat er trotzdem immer im Gepäck, falls mit der modernen Technik mal was schief läuft.

Nachdem die technischen Grundlagen gelegt sind, klärt DJ Twenty-B die Kinder zwischen neun und 14 Jahren auf, was ein DJ noch so können muss. Eine Aufgabe sei es, die Leute zum Tanzen zu bewegen: die Dramaturgie der ausgewählten Stücke ist dabei entscheidend. „Wir beginnen langsam und dann muss es abgeben“, sagt er. Das richtig hinzubekommen, sei die wahre Kunst an diesem Job.




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