Sportgelände Waldau Wasserschäden in neuer Halle: Kosten unklar

Von außen sieht die Halle schon seit fast einem Jahr so gut wie fertig aus. Das Bild zeigt das Gebäude im Februar 2020. Doch Sport getrieben wurde dort noch nicht. Foto: Leif Piechowsk
Von außen sieht die Halle schon seit fast einem Jahr so gut wie fertig aus. Das Bild zeigt das Gebäude im Februar 2020. Doch Sport getrieben wurde dort noch nicht. Foto: Leif Piechowsk

Die Sporthalle auf der Waldau in Degerloch ist ein Sorgenkind. Dabei geht’s vor allem ums Geld. Die Eröffnung musste schon mehrfach verschoben werden.

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)
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Degerloch - Dass die neue Sporthalle und der Action-Platz teurer werden würden, war bereits bekannt. Mittlerweile haben die Mitglieder des Stuttgarter Gemeinderats das auch schwarz auf weiß. Dieser Tage haben sie die Kostensteigerung von insgesamt 2,7 Millionen Euro auf 18,2 Millionen Euro einstimmig und ohne Aussprache abgenickt. Der Grund für die Mehrkosten ist nach Auskunft der Verwaltung vor allem die stark veränderte Marktlage. Diese habe zu „überproportionalen Baupreissteigerungen“ geführt. Zudem seien die Kosten für die erforderlichen Erdarbeiten gestiegen, da der Baugrund schwieriger war als zunächst angenommen.

Zwei Wasserschäden kurz vor der geplanten Eröffnung 2020

Die neue Sporthalle auf der Waldau ist noch aus einem anderen Grund ein Sorgenkind. Die Eröffnung musste bereits mehrfach verschoben werden. Zuletzt im Herbst des vergangenen Jahres wegen zweier Wasserschäden. Mittlerweile sei der Wasserschaden, der beim Verlegen des Sportbodens entstand sei, behoben und der Sportboden wiederhergestellt, richtet Jasmin Bühler aus. Die Pressesprecherin der Stadt Stuttgart ergänzt: „Die Ursache war eine mechanische Beschädigung der Fußbodenheizung.“ Die Schadenshöhe könne abschließend noch nicht beziffert werden, betrage aber etwa 75 000 Euro.

„Der zweite Wasserschaden im Bereich der Umkleiden im nördlichen Teil der Halle musste in den vergangenen Wochen aufwendig getrocknet werden“, sagt Bühler. Aktuell werde zusammen mit einem Gutachter der Umfang der Schäden ermittelt und ein Sanierungskonzept erstellt. Die Schadenshöhe sei noch unklar.

Zu weiteren Verzögerungen soll es nicht kommen

Vorerst bleibt die Halle also geschlossen. Hier hat die Stadt freilich ein bisschen Glück im großen Unglück. Denn wegen der Pandemie befinden sich Schulen und Vereine derzeit ohnehin im Lockdown. „Sobald der Sportbetrieb wieder anläuft, kann auch der Betrieb in der Sporthalle Waldau beginnen“, betont Jasmin Bühler. Denn Dusch- und Umkleidemöglichkeiten könnten auf den benachbarten Anlagen der Bezirkssportanlage und der Rollsportanlage bereitgestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler der Waldschule würden sich dann in Räumen der Schule umziehen. Zudem gebe es in der Sporthalle Waldau zwei Umkleideräume, die nicht vom Wasserschaden betroffen seien. „Insofern wird der Wasserschaden in den Umkleiden den Betrieb der Sporthalle Waldau nicht beziehungsweise nur in geringem Maße beeinträchtigen“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt.

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