Sportsfreundin des Tages Lilly Stoephasius – die Frühstarterin

Papa passt noch auf: Lilly Stoephasius Foto: imago/Future Image/Clemens Niehaus
Papa passt noch auf: Lilly Stoephasius Foto: imago/Future Image/Clemens Niehaus

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: die Skateboarderin Lilly Stoephasius.

Sport: Dominik Ignée (doi)
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Stuttgart - Was macht ein junger Mensch mit 13? Computerspiele – aber hoffentlich zeitlich einigermaßen im Rahmen. Ein bisschen abhängen mit Freunden gehört dazu, auch das gepflegte Herumspazieren – dabei sollte das I-Phone allerdings so eingesetzt werden, dass es am nächsten Laternenpfosten nicht zur schmerzhaften Kollision kommt.

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Skateboard wird natürlich auch gefahren, aber klar. Lilly Stoephasius hat das eigenen Angaben zufolge bereits im Alter von einem Jahr zum ersten Mal gemacht. Im etwas ernsthafteren Status ging es mit Leidenschaft im dritten Lebensjahr dann heiter weiter – zumindest glaubt Lilly Stoephasius sich daran erinnern zu können. Wie dem auch sei. Fest steht: je früher man anfängt, desto besser ist es. Lilly Stoephasius steht inzwischen im zarten Alter von 13 Jahren so cool und souverän auf dem Skateboard, dass die aufgeweckte Tochter eines Berliner Lehrer-Ehepaares zu den Olympischen Spielen nach Tokio reisen darf – als jüngste Teilnehmerin der deutschen Equipe.

Für Gleichberechtigung

Als wäre das nicht schon imposant genug, hat Lilly Stoephasius auch anderes im Sinn, denn da stört sie was. Die Männer sind in der Skater-Szene im Hinblick auf Preisgelder und Sponsorenverträge im Vorteil. „Es sind neue Frauen dazugekommen, und das Niveau ist einfach so krass gestiegen – ich glaube, das wird irgendwann zu einem Ausgleich führen“, sagt Lilly Stoephasius. Der Wunsch der 13-Jährigen ist, dass zwischen den Geschlechtern künftig alles „fifty-fifty“ ist. Man befinde sich auf einem guten Weg, sagt sie – und das ist auch gut so.

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