SSV Zuffenhausen und Stadtwerke Stuttgart Gemeinsam für eine bessere Umwelt

Hans Heppner  (l.) und Michael Maxelon besiegeln ihre Zusammenarbeit auf der Schlotwiese. Foto: Torsten Ströbele
Hans Heppner (l.) und Michael Maxelon besiegeln ihre Zusammenarbeit auf der Schlotwiese. Foto: Torsten Ströbele

Jährlich werden jetzt auf der Schlotwiese 45 000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid eingespart. Der SSV Zuffenhausen und die Stadtwerke Stuttgart investieren rund 230 000 Euro in ein Blockheizkraftwerk und eine Wärmepumpe.

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Stuttgart-Zuffenhausen - Der SSV Zuffenhausen und die Stadtwerke Stuttgart beschreiten auf der Schlotwiese gemeinsam neue Wege. Am vergangenen Montag hat Hans Heppner, der Vorstand des Sportvereins, mit seiner Unterschrift unter den sogenannten Contracting-Vertrag die neue Kooperation mit dem Energielieferanten besiegelt. Im Herbst 2016 soll in den Kellerräumen auf dem Gelände des vereinseigenen Freibades ein Blockheizkraftwerk in Betrieb gehen. In Kombination mit einer neuen Wärmepumpe werden dann künftig das Bädle, die Gaststätte, die Mehrzweckhalle und die Nebengebäude mit Heizwärme und Strom aus den neuen Anlagen versorgt.

„Die Stadtwerke haben die neue Energieversorgung auf die Bedürfnisse des SSV Zuffenhausen maßgeschneidert“, sagte Michael Maxelon, der Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. Das Unternehmen werde rund 175 000 Euro investieren. „Wir gehen dabei in Vorleistung“, sagte Maxelon. Man kümmere sich im Rahmen des Contracting-Vertrages um die Planung, den Bau, den Betrieb, die Wartung und mögliche Reparaturen. Die Laufzeit des Vertrages betrage 15 Jahre. So lange seien die Stadtwerke Eigentümer und Betreiber der Anlagen und würden somit auch das Betriebsrisiko tragen. Der SSV bezahle über einen jährlichen Grundpreis sowie einen günstigen lokalen Strom- und Wärme-Tarif die Bereitstellung und Lieferung von Energie. „Für uns bringt das Projekt eine Reihe von Vorteilen“, sagte Hans Heppner.

SSV übernimmt Kosten für die Wärmepumpe

An erster Stelle stünde der positive Aspekt für die Umwelt. Das sei in Zuffenhausen besonders wichtig, da der Stadtbezirk seit jeher sehr hohen Belastungen ausgesetzt sei. Jedes eingesparte Gramm Kohlenstoffdioxid helfe. Und in diesem Fall sollen jährlich 45 000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid weniger ausgestoßen werden. „Natürlich ist für uns auch von Bedeutung, dass wir bei den Kosten eine Einsparung erwarten – wenn auch eine geringfügige“, sagte der Vorstand des SSV Zuffenhausen. Zudem hätte man ohne die Stadtwerke eine solche Investition überhaupt nicht tätigen können. „Wir haben durch die immer restriktivere Kreditvergabe der Banken keinen Spielraum mehr – und das, obwohl wir Zins- und Tilgungszahlungen durchaus aufbringen könnten.“ Dennoch wird es der SSV schaffen, durch Eigenmittel sowie Zuschüsse durch den Württembergischen Landessportbund und die Stadt Stuttgart die Kosten für die Wärmepumpe in Höhe von rund 55 000 Euro zu übernehmen. „Alles in Allem ist das eine Win-Win-Situation für die Stadtwerke und für den SSV.“

Die Wärmepumpe werde auf dem Gelände auf der Schlotwiese jährlich für einen Ertrag von etwa 350 000 Kilowattstunden sorgen. Zudem erzeuge das Blockheizkraftwerk jährlich rund 120 000 Kilowattstunden Strom, sagte Michael Maxelon. „Die Anlage liefert damit rund 60 Prozent des prognostizierten Strombedarfs auf dem Gelände des SSV.“ Für den restlichen Bedarf liefern die Stadtwerke Ökostrom. „Diese Kooperation ist ein Pilotprojekt. Wir hoffen auf Nachahmer“, sagte Maxelon. Hans Heppner hätte auf jeden Fall schon das nächste Projekt mit den Stadtwerken parat. „Wir haben hier angrenzend noch einen Fußballplatz. Zudem gibt es in unmittelbarer Nähe auch noch die Bezirkssportanlage, die an unsere neuen Anlagen angeschlossen werden könnte.“ Und auch der naheliegende Tennisclub Blau-Weiß sei weiterhin eine Option. „Derzeit wollen die Verantwortlichen aber nicht mit ins Boot“, sagte Heppner. Vielleicht ändere sich das, wenn dort irgendwann die alte Heizungsanlage ausgetauscht werden müsse.




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