Stadtkind Stuttgart

Stadtkind-Kolumne Texte für die Ewigkeit

Von Ina Schäfer 

In den nächsten Tagen lohnt sich ein Besuch im Kulturzentrum Merlin: erst liest ein Stadtkind, dann singen Musiker fürs Galao. Und am Wochenende? Wir empfehlen Zwölfzehn oder den Besuch einer Kneipe unseres Vertrauens.

Mos Eisley, Zwölfzehn oder Kottan - das Wochenende naht... Foto: StZ
Mos Eisley, Zwölfzehn oder Kottan - das Wochenende naht... Foto: StZ

Stuttgart - In den vergangenen Wochen hat es ein großes Tamtam um das Café Galao gegeben. Als bekannt geworden ist, dass die Kneipe am Marienplatz möglicherweise schließen muss, hat sich gleich eine riesige Solidaritätswelle in der Stadt ausgebreitet. Videos sind gedreht worden, Herzchen auf die Straße gemalt, einige Musiker haben Songs geschrieben.

Das nächste große Ding steigt am kommenden Montag im Kulturzentrum Merlin. „Save Galao: die große Galao Soli Parade“ heißt die Veranstaltung, organisiert von Michael Fiedler, der Teil der Stuttgarter Bands Annagemina und Hüttenzound ist. Der Eintritt ist frei, es wird aber natürlich um Spenden gebeten. Auf der Bühne stehen Roman Wreden, Marie Luise und Sea + Air und eben Annagemina und ­Hüttenzound.

Texte für die Ewigkeit

Auch an diesem Donnerstag lohnt sich aber schon ein Besuch im Kulturzentrum Merlin im Stuttgarter Westen. Seit einigen Wochen gibt es dort die Lesereihe „Texte für die Ewigkeit“. Reporter, Blogger, Kolumnisten und andere Autoren kommen im Rahmen dieser Reihe zu Wort. Am Donnerstag, von 20 Uhr an, handeln die Texte von unserer Stadt. Dazu sind die Macher von Stuttgarter Blogs wie Kessel.tv und Unnützes Stuttgartwissen eingeladen und – Trommelwirbel! – ein Stadtkind von der Stuttgarter Zeitung.

Das Merlin selbst spricht in seiner Pressemitteilung von der „Elefantenrunde“ der Stuttgarter Stadt-Blogger. Vorgelesen werden lustige und aufsehenerregende Texte, Tratsch aus dem Viertel und Stadtgeflüster. Dazu gibt’s Musik und Getränke. Der Eintritt ist (fast) frei: mit dem ersten Getränk werden drei Euro kassiert. Im Merlin hat man an diesem Abend außerdem noch etwas ganz anderes zu feiern: das renovierte und nur eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung neu eröffnete Café.

Lange Nacht der Museen

Und dann ist da ja noch das Wochen­ende: Da wäre zum Beispiel die Lange Nacht der Museen, bei der abseits der üblichen Häuser auch außergewöhnliche Locations ihre Türen öffnen. Zum Beispiel zeigt in der Kulturniederlassung Südwest in der Türlenstraße 2 der Graffiti-Künstler Jeroo einige seiner Werke. Die Aufbauarbeiten sind jetzt schon im großen Schaufenster entlang der Heilbronner Straße zu begutachten. Außerdem öffnet die Off-Location Jenseits von Jedem, Königstraße 1 b, ihre Pforten. Zu sehen gibt es dort Konzertfotografie und eine Vorstellung des Projekts „Plentyempty“. Die Macher der Onlineplattform möchten Zwischennutzungen erleichtern und mit ihrer Internetseite als Vermittler zwischen Künstlern und Raumanbietern agieren. Natürlich hat auch die Urban Art Gallery geöffnet.

Von so viel Kunscht und Kultur muss man sich natürlich erstmal erholen. Das geht ganz gut in den Bars unseres Vertrauens. Vielleicht mal wieder insMos Eisley oder ins Café Weiß oder ins Kottan am Hans-im-Glück-Brunnen oder in die noch relativ neue Dresden Bar und raus auf den Marktplatz kucken, falls man das immer noch nicht getan hat? Oder ins Zwölfzehn zur Yum-Yum-Party.