Stadtkind Stuttgart

Stadtkind radelt Bikeparks in der Region

Von Martin Elbert 

Gute Unterhaltung für Mountainbiker: Wir haben für euch vier Bikeparks in der näheren und weiteren Region inspiziert. Fazit: Die Ausflüge lohnen sich!

Downhiller Johannes Reiser aus Stuttgart hat vier Parks auf Herz und Nieren geprüft. Foto: privat 2 Bilder
Downhiller Johannes Reiser aus Stuttgart hat vier Parks auf Herz und Nieren geprüft. Foto: privat

Stuttgart - Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad, die Schubladen sind mannigfaltig. Millionen von Menschen werfen sich am Feierabend und Wochenende in ihren Tour-De-France-Anzug, legen die Protektoren an oder wählen die Funktionskleidung für eine Radeltour mit der ganzen Familie. Von letzterer sind Downhiller weit entfernt: die stürzen sich den Hang und die Trails hinab und fliegen über die Hindernisse.

Da die Downhillstrecke Degerloch der (neue) Berliner Flughafen unter allen Downhillstrecken ist, also eine scheinbar nie endende Gesichte und parallel über die von Mountainbikern geforderte Abschaffung der sogenannten Zwei-Meter-Regel debattiert wird, widmen wir uns in dieser Folge von Stadtkind radelt, den legalen Downhillparks in der näheren und etwas weiteren Umgebung. Downhiller Johannes Reiser hat vier Parks auf Herz und Nieren geprüft.

Bikepark Bad Wildbad
Tal-Station im Zentrum, Fahrzeit mit dem Auto ca. eine Stunde von Stuttgart: "Als regelmäßiger Ausrichter der Deutschen DH Meisterschaft zeichnet sich Bad Wildbad vor allem durch knüppelharte sowie steile Downhillstrecken für viel Federweg aus. Einsteiger nutzen den Freeride und kleinere Singletrails, Pros kommen bei den drei anspruchsvollen Downhillstrecken auf ihre Kosten. Geliftet wird mit einer witzigen Bergbahn, rein technisch ist der Park auch ganzjährig befahrbar."
Tageskarte 24 Euro, www.bikepark-bad-wildbad.de/

Bikepark Albstadt
Albstadt-Tailfingen, Fahrzeit circa eine Stunde: "Der Park bietet zwei liebevoll gepflegte Strecken sowie mehrere Varianten, alles gespickt mit clever gebauten Sprüngen und Stunts. Geliftet wird mit dem Schlepplift, was am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Zeit Routine ist. Betonen muss man die angenehm familiäre Atmosphäre mit selbstgemachtem Kuchen, Verpflegung vom Grill und nahezu jeder Form von technischer Unterstützung bei Defekten am Rad. 2014 gastierte hier zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Downhill, der Park ist jedoch auch für Bikepark-Einsteiger geeignet und im Bikeshop wird man gut beraten. Im Herbst noch bis 26. Oktober geöffnet."
Tageskarte 20 Euro, www.bikepark-albstadt.info

Bikepark Todtnau
Fahrzeit circa 1,5 Stunden: "Im Tiefen Schwarzwald bietet der älteste Bikepark Deutschlands eine ruppige Downhillrennstrecke sowie eine Einsteiger-taugliche Spaßstrecke. Für den Downhill sollte man sich auf armdicke Wurzeln und Natur-Drops freuen und viel Federweg mitbringen. Die etwas kürzere Spaßstrecke "Freeride" lässt sich auch in eine Tour einbinden. Man teilt sich den Lift mit einer Sommerrodelbahn, es empfiehlt sich allerdings eine Punktekarte statt einer Tageskarte zu kaufen. Voraussichtlich bis Oktober noch geöffnet, bleibt aber Wetterabhängig."
Von 5er Karte für 24 Euro bis zur 50er Karte für 150 Euro, www.bikepark-todtnau.de

Bikepark Beerfelden,
Fahrzeit knapp zwei Stunden: "Im beschaulichen Odenwald, ca. 70 km nördlich von Heilbronn, stößt man nach malerischer Fahrt durch das Neckartal auf Beerfelden. Verglichen zu Albstadt und Todtnau hat man hier nur wenig Gefälle, dafür insgesamt sieben Strecken mit leichtem bis mittelschwerem Charakter. Geliftet wird wie in Albstadt mit Schlepplift, Verpflegung sowie das nötigste Werkzeug bekommt man an der Bodenstation, einen Shop mit Ersatzteilen leider noch nicht. Im Winter bietet der Park Sonderöffnungstage, die allerdings aus Erfahrung gut besucht sein werden."
Tageskarte 19 Euro, www.bikepark-beerfelden.de

 




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