Startrainer mit Paris in Dortmund Thomas Tuchel kellnerte einst in Bar am Rotebühlplatz

Von dpa/Jürgen Frey 

Er spielte für die Stuttgarter Kickers und war Jugendtrainer beim VfB. Dann startete Thomas Tuchel so richtig durch. Vor dem Champions-League-Auftritt mit Paris in Dortmund haben wir eine Bildergalerie zu seinen Stationen erstellt.

Thomas Tuchel im Dress der Stuttgarter Kickers, für die er von 1992 bis 1994 spielte. Foto: Baumann 11 Bilder
Thomas Tuchel im Dress der Stuttgarter Kickers, für die er von 1992 bis 1994 spielte. Foto: Baumann

Dortmund/Paris - Er hat seine Wurzeln im bayrischen Schwaben, in Krumbach im Landkreis Günzburg. Er spielte in Württemberg bei den Stuttgarter Kickers und hatte seine erste Trainerstation in der Jugend des VfB Stuttgart. In der Landeshauptstadt hat Thomas Tuchel nicht nur sportliche Spuren hinterlassen. Er kellnerte zum Beispiel während seines BWL-Studiums im Szeneclub Radio-Bar am Rotebühlplatz und erwarb seine Trainerscheine – die B-Lizenz mit Note 1,1, die A-Lizenz und den Fußballlehrer mit 1,4. Nach der Stuttgarter Zeit zog er als Trainer weiter zum FC Augsburg (Nachwuchsbereich). Beim 1. FSV Mainz 05 begann sein kometenhafter Aufstieg. Über Borussia Dortmund landete er bei Paris Saint-Germain.

Moderate Töne

An diesem Dienstag (21 Uhr/DAZN) trifft er nun mit dem Pariser Starensemble auf seinen Ex-Club Borussia Dortmund. Eine brisante Angelegenheit. Doch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schlägt vor dem Wiedersehen moderate Töne an. „Er ist ein großartiger Trainer. Und wenn ich ihn sehe, werde ich ihn sicherlich begrüßen und ich denke, dass er das auch tun wird“, sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten vor dem Achtelfinale in der Champions League. Auf sein gespanntes Verhältnis zu Tuchel, das 2017 zum vorzeitigen Aus des Fußball-Lehrers beim Revierclub beigetragen hatte, ging Watzke nicht näher ein: „Wir haben zwei Jahre gut zusammengearbeitet, und zum Schluss wurde es etwas zäh. Aber das ist drei Jahre her.“

Watzke lobt Tuchel

Tuchel tritt als Coach des französischen Meisters erstmals seit seiner Trennung vom BVB wieder gegen seinen ehemaligen Club an. Auf die Frage, ob das Wiedersehen sehr emotional werde, antwortete Watzke: „Nein, das wird keine Rolle spielen. Paris hat eine außergewöhnliche Mannschaft mit einem außergewöhnlichen Trainer. Was Thomas Tuchel in der Offensive für Möglichkeiten hat – so etwas gibt es vielleicht kein zweites Mal im europäischen Fußball. Das ist schon der Wahnsinn.“

Aus unserem Plus-Angebot: Warum im Achtelfinale Spektakel garantiert ist

Nach Einschätzung des BVB-Chefs könnte die Favoritenrolle von Paris dem eigenen Team zum Vorteil gereichen: „Gleichzeitig ist in Paris Druck auf dem Kessel. PSG und die Investoren aus Katar wollen mehr als das Achtelfinale erreichen. Wenn wir zwei gute Tage erwischen, haben wir eine Chance, Paris auszuschalten.“ Das Rückspiel in Frankreich findet am 11. März statt. Auch in Stuttgart, wo Tuchel seine Spuren hinterlassen hat, wird garantiert ganz genau hingeschaut.

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