Stephen Malkmus: Groove Denied Wenn der Slackerrock elektronisch zuckt

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Achtung, Mogelpackung! Der großartige Stephen Malkmus will uns weismachen, er habe ein elektronisches Album gemacht. Hinter dem Brummen, Summen und Ratttern von „Groove Denied“ verbirgt sich dann aber doch die ein oder andere schluffige Indierocknummer.

Stephen Malkmus ist ein Scherzbold: So präsentiert sich der ehemalige Chef der Band Pavement beim Fotoshooting zu seinem Album „Groove Denied“, bei dem er vor allem elektronische Intrumente einsetzt. Foto: Robbi Augspurger
Stephen Malkmus ist ein Scherzbold: So präsentiert sich der ehemalige Chef der Band Pavement beim Fotoshooting zu seinem Album „Groove Denied“, bei dem er vor allem elektronische Intrumente einsetzt. Foto: Robbi Augspurger

Stuttgart - Stephen Malkmus könnte es damit gut sein lassen, sich als Lo-Fi-Pionier, Held der spröden Indierockhymnen und ehemaliger Chef der legendären US-Band Pavement feiern zu lassen. Stattdessen tobt er sich auf „Groove Denied“ erstmals im elektronischen Wunderland aus und spielt mit Software-Plug-Ins, Sequenzern und Drum Machines herum.

Zwischen EDM und Synthiepop macht er ziemlich viel Quatsch, jubelt einem aber irgendwie auch eine Mogelpackung unter, indem er ­für wertkonservative Hörer im elektrischen Blubbern, Summen, Tuckern und Rattern wunderbar schluffige Slackerrocknummern wie „Come get me“, „Love the Door“, „Bossiviscerate“ oder „Grown Nothing“ versteckt.