Stimmen zum VfB-Remis gegen Osnabrück „Es fühlt sich an wie eine Niederlage“

Von red/dpa 

In einer enttäuschenden Partie kommt der VfB Stuttgart im heimischen Stadion gegen den VfL Osnabrück nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Das sagen die VfB-Akteure zur Begegnung.

Frust beim VfB Stuttgart nach dem 0:0 gegen den VfL Osnabrück. Foto: Pressefoto Baumann 16 Bilder
Frust beim VfB Stuttgart nach dem 0:0 gegen den VfL Osnabrück. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga musste der VfB Stuttgart an diesem Sonntag einen herben Dämpfer hinnehmen. Gegen einen aufopferungsvoll verteidigenden VfL Osnabrück reichte es für die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo nur zu einem torlosen Remis.

Lesen Sie hier unsere Einzelkritik: Kollektive Ideenlosigkeit gegen den VfL Osnabrück

Nach der Partie haben sich Spieler und Verantwortliche der Weiß-Roten zum Geschehen auf dem Rasen der Mercedes-Benz Arena geäußert. Wir tragen die Stimmen zusammen.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo:

„Ich glaube, wir sind in die zwei Halbzeiten ordentlich rein gekommen, haben aber relativ schnell Struktur und Ordnung verloren. Wir tun uns nach wie vor schwer, hochkarätige Torchancen gegen leidenschaftliche und tief stehende Gegner zu erspielen. Uns fehlt weiterhin der Mut, auch Tempo, um tiefe Laufwege zu suchen. Teilweise auch die Abstimmung. Um einen Gegner, der eng steht, zu knacken, muss man auch richtig timen. Das bleibt weiterhin unser Thema. Wir wollen unsere Spiele gewinnen, wir schauen nicht links und rechts.“

Osnabrück-Coach Daniel Thioune:

„Wir sind natürlich hocherfreut darüber, dass wir hier auswärts gepunktet haben. Es war von der ersten Minute erkennbar, dass wir eine Idee hatten. Wir haben sehr viel investiert dafür, um diesen Punkt hier zu entführen. Diesen einen Punkt, den nehmen wir sehr gerne mit. Der hilft uns bei dem, was wir vorhaben. Ich hoffe, dass wir dann auch im nächsten Jahr weiter in der 2. Liga spielen. Wir wissen auch, dass wir das jetzt auch nicht überbewerten dürfen. Es fehlen noch ein paar Punkte zu unserem großen Ziel.“

VfB-Torhüter Gregor Kobel:

„Es fühlt sich an wie eine Niederlage. Wir waren offensiv zu wenig zwingend, der letzte Punch hat gefehlt. Da muss von uns mehr kommen – mehr Zug zum Tor, mehr Wille. Der Aufstiegsdruck ist da, aber das gehört zu unserem Job dazu. Wir müssen mehr Herz und Leidenschaft auf den Platz bringen. Es war insgesamt zu harmlos.“

VfB-Verteidiger Pascal Stenzel:

„Wir haben nach einem guten Beginn einen Tick nachgelassen und waren zu wenig zielstrebig in unseren Aktionen. In der zweiten Hälfte waren wir bemüht, aber einfach nicht zwingend genug. Wir waren im letzten Drittel nicht gefährlich, das müssen wir uns ankreiden, das ist ärgerlich. Es ist ärgerlich, dass es jetzt schon nicht mehr in unserer Hand liegt. Einfach doof, wenn man das so weggibt mit so einem Spiel. Trotzdem bin ich überzeugt: Wenn wir ab jetzt alle Spiele gewinnen, steigen wir auf. Wir dürfen das aber nicht nur immer nach dem Spiel so analysieren, sondern es auf dem Platz auch mal umsetzen.“




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