Streit um Stuttgarter Oper OB Kuhn irritiert über Operndebatte

Von Thomas Braun 

Der Stuttgarter Rathauschef Fritz Kuhn (Grüne) zeigt sich verwundert über die jüngsten Prüfanträge von Gemeinderatsfraktionen, die auf die Prüfung eines Opernneubaus drängen. Prompt gibt es dafür Kritik von der CDU.

OB Fritz Kuhn ist irritiert über die Forderungen nach erneuter Prüfung von Alternativen zur Sanierung der Stuttgarter Staatsoper. Foto: dpa
OB Fritz Kuhn ist irritiert über die Forderungen nach erneuter Prüfung von Alternativen zur Sanierung der Stuttgarter Staatsoper. Foto: dpa

Stuttgart - OB Fritz Kuhn (Grüne) hat mit Unverständnis auf den jüngsten Vorstoß der CDU-Fraktion und frühere Anträge von SPD, Freien Wählern, FDP und der Stadtisten reagiert, zum jetzigen Zeitpunkt den Neubau einer Spielstätte für Oper und Ballett prüfen lassen zu wollen. „Wir haben viele Jahre an einem tragfähigen Konzept zur Sanierung des Littmann-Baus und damit für eine zukunftsfähige Spielstätte am bisherigen Standort gearbeitet“, erklärte der Rathauschef am Montag. Das Konzept sei transparent im Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater beraten und beschlossen worden. Er sei daher „verwundert“ über die plötzliche Initiative der CDU, nun alles noch einmal vergleichend prüfen zu wollen. Irritiert zeigte sich Kuhn auch über den Vorschlag von CDU-Fraktionschef Alexander Kotz, den Bau einer neuen Oper auf dem Stuttgart-21-Areal ins Auge zu fassen. Bisher sei stets abgelehnt worden, auf die irgendwann frei werdenden Gleisflächen am Hauptbahnhof warten zu wollen: „Das sind unkalkulierbare zeitliche Risiken.“ Allen, die glaubten, man habe unendlich viel Zeit für eine Sanierung des Littmann-Baus, empfahl Kuhn einen Rundgang durchs Große Haus, um sich vom baulichen Zustand des Gebäudes und den Arbeitsbedingungen der mehr als 1000 Beschäftigten ein eigenes Bild zu machen. Die CDU reagierte promt. Fraktionschef Alexander Kotz warf dem OB seinerseits vor, er habe anscheinend den Bezug zu den Kosten der Opernsanierung verloren. Kuhns Weigerung, Alternativen zu prüfen, sei „Basta-Politik“, so Kotz.

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