Studie zum Coronavirus Biontech-Vakzin reduziert Ansteckungsrisiko schon nach erster Impfung

Basis der Studie zum Corona-Impfstoff waren Tausende Corona-Tests, die standardmäßig bei Krankenhauspersonal in Cambridge durchgeführt wurden. (Symbolbild) Foto: dpa/Victoria Jones
Basis der Studie zum Corona-Impfstoff waren Tausende Corona-Tests, die standardmäßig bei Krankenhauspersonal in Cambridge durchgeführt wurden. (Symbolbild) Foto: dpa/Victoria Jones

Gute Nachrichten für Geimpfte: Einer britischen Studie zufolge sinkt das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus bei Menschen, die einmal mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft wurden.

London - Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer reduziert einer britischen Studie zufolge bereits bei einmaliger Verabreichung das Ansteckungsrisiko deutlich. Die Universität Cambridge legte am Freitag eine entsprechende Untersuchung vor, die aber noch nicht von anderen Wissenschaftlern unabhängig begutachtet wurde. Basis waren Tausende Corona-Tests, die standardmäßig bei Krankenhauspersonal in Cambridge durchgeführt wurden. Die Getesteten hatten keine Symptome. Die einen hatten eine Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins gespritzt bekommen, die anderen zu dem Zeitpunkt nicht.

Die Untersuchung ergab, dass bei den ungeimpften Krankenhausbeschäftigten 0,8 Prozent der Tests positiv ausfielen. Bei den Geimpften waren es dagegen lediglich 0,37 Prozent, wenn die Impfung weniger als zwölf Tage her war, beziehungsweise 0,2 Prozent, sofern die Impfung vor mindestens zwölf Tagen erfolgte. Die Zeitspanne gilt maßgeblich dafür, dass sich die Wirkung des Vakzins voll entfaltet.

„Das sind großartige Nachrichten“, sagte Co-Studienleiter Mike Weekes. „Der Pfizer-Impfstoff bietet nicht nur Schutz vor einer Sars-Cov-2-Erkrankung, sondern trägt auch zur Infektionsvorbeugung bei, indem er die Möglichkeit einer Übertragung des Virus auf andere Personen verringert.“ Zuletzt hatte eine israelische Studie die hohe Wirksamkeit des Vakzins belegt. Auch unter realen Bedingungen habe der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94 Prozent, hieß es in der im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Auswertung der Daten von 1,2 Millionen Menschen.

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