Der VfB-Stürmer zeigt sich in gewohnter Plauderlaune – und spricht über Tattoos, seinen Lieblings-Dönerladen und die Verkündung der Nominierung seines Stuttgarter Teamkollegen auf einer Bäckertüte.

Sport: David Scheu (dsc)

Deniz Undav war selbst ein bisschen baff – und das kommt beim nicht auf den Mund gefallenen Stürmer des VfB Stuttgart eher selten vor. Für Verwunderung sorgte dabei weniger die Nominierung ins deutsche EM-Aufgebot, sehr wohl aber die Art und Weise der Verkündung. Bei dieser hatte sich ein VfB-Fan ein Tattoo mit dem Stuttgarter Stürmer als Motiv stechen lassen. „Ich war selbst überrascht, dass sich jemand ein Tattoo mit mir drauf stechen lässt“, sagte Undav – und kündigte gleich mal ein Dankeschön an: „Ich glaube, ich schicke ihm mal ein Trikot, das hat er sich verdient. Auf jeden Fall ein geiler Typ. Es grenzt schon ein bisschen an Verrücktheit.“

 

Wäre das auch ein Thema für den noch untätowierten Undav? Tendenz nein. „Sag niemals nie, aber eigentlich will ich mir kein Tattoo stechen lassen“, so der 27-Jährige. Er selbst hätte sowieso einen anderen Ort gewählt. „Meine Nominierung war ja nicht meine Idee, sonst hätte ich es natürlich in meinem Lieblings-Dönerladen gemacht“, sagte der Stürmer, der Stammgast im Kebabhaus am Feuersee ist. Die Sache mit dem Tattoo sei aber auch „eine coole Idee“ gewesen.

Nicht ganz so begeistert war Undav dagegen – mit einem Augenzwinkern natürlich – von der Verkündung von Chris Führich auf Brötchentüten einer Bäckerei in Nagold. Weshalb? Nicht spektakulär genug für Undavs Geschmack. „Das war ein bisschen zu einfach, da hätte man sich was anderes ausdenken können. Einen veganen Laden oder irgendwas anderes.“ Der Hintergrund: Führich ist einer der Spieler im VfB-Kader, der sich vegan ernährt. Ganz im Gegensatz zu Döner-Fan Undav.