Stuttgart-21-Ausstellung S-21-Schau wird 20 Jahre alt

Von mil 

Seit zwei Jahrzehnten wird im Bahnhofsturm für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm geworben. Da Jubiläumsfest markiert nun auch den Anfang vom Abschied aus der gewohnten Ausstellungsumgebung.

Vereinschef Georg Brunnhuber sieht in der S-21-Schau eine Messlatte zur Vermittlung von Großprojekten. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 7 Bilder
Vereinschef Georg Brunnhuber sieht in der S-21-Schau eine Messlatte zur Vermittlung von Großprojekten. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Aktuelle Finanziers und ehemalige Wegbegleiter haben am Freitag das 20-jährige Bestehen des Turmforums gefeiert, in dem für das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm geworben wird. Durch alle Redebeiträge zog sich der Wunsch, der Einrichtung seien nicht nochmals 20 Jahre beschieden. Denn die Ausstellung orientiert sich am Baufortschritt von Stuttgart 21. Der neue Bahnknoten soll 2025 in Betrieb gehen. Für Georg Brunnhuber, Vorsitzender des das Turmforum tragenden Vereins, ist die Ausstellung „eine Erfolgsgeschichte. In den 20 Jahren haben wir 4,1 Millionen Besucher empfangen“. Längst sei die Ausstellung die Messlatte zur Vermittlung von Großprojekten geworden. Am Vortag hatte der Verein den Weg frei gemacht, für einen Ausstellungsneubau an Gleis 16.

Vorfreude aufs neue Ausstellungsgebäude

Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) will dort vor allem die Pläne für das neue Rosenteinviertel vorstellen. „Es ist gut, dass das Turmforum 2.0 direkt auf der Baustelle steht.“ Gerd Hickmann, Leiter der Abteilung für Öffentlichen Verkehr im Verkehrsministerium, hob die konstruktive Zusammenarbeit im Projektverein hervor, „die auch den Namen Brunnhuber trägt“. Er regte an, in der neuen Ausstellung auch den Kampf gegen das Projekt zu dokumentieren. Es sei eine Ironie der Geschichte, dass „zwei Schlichtungsveteranen von der Gegnerseite, wie Peter Pätzold und ich, nun im Vorstand des Vereins sitzen“.

Immer auf der Seite der Befürworter war hingegen die Region Stuttgart, die sowohl durch Regionalpräsident Thomas Bopp wie auch Regionaldirektorin Nicola Schelling vertreten war. „Das Projekt bringt ein enorm verbessertes Nahverkehrsangebot. Wir konnten gar nicht anders“, sagte Schelling.

Werbung auch am Flughafen

Für Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung des Manfred-Rommel-Flughafens, war der Blick in die Zukunft wichtig. „Wir schauen gespannt auf den Baubeginn für S 21 am Flughafen.“ Dann sollte der Verein das Projekt auch in einer kleinen Schau am Airport präsentieren, regte Schoefer an.