Stuttgart-Botnang Die neue Ortsmitte ist eröffnet

Von Torsten Ströbele 

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) hat rund 23,5 Millionen Euro in das Projekt im Botnanger Ortszentrum investiert. Am Freitag wurde die neue Ortsmitte feierlich eingeweiht.

Gefeiert wurde vor und auf den neuen Freitreppen, die das alte und das neue Botnanger Zentrum miteinander verbinden sollen. Foto: Torsten Ströbele
Gefeiert wurde vor und auf den neuen Freitreppen, die das alte und das neue Botnanger Zentrum miteinander verbinden sollen. Foto: Torsten Ströbele

Stuttgart-Botnang - Gut und gerne 25 Jahre hat der Stadtbezirk Botnang seiner neuen Ortsmitte entgegengefiebert. In diesem Jahr ging der Wunsch nun endlich in Erfüllung. Am vergangenen Freitag fand die offizielle Eröffnung des neu gestalteten Zentrums an den Freitreppen an der Griegstraße statt.

Im Frühjahr 2011 hatte die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) das Projekt von der insolventen Nestwerk Stiftung übernommen. „Sie haben das nun in einem Wahnsinnstempo und ohne nennenswerte Probleme durchgezogen“, lobte Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle die SWSG. Der technische Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, Helmuth Caesar, sprach bei der Grundsteinlegung vor rund zwei Jahren vom „anspruchsvollsten Projekt der SWSG der vergangenen und auch der nächsten Jahre“. Mit dem Ergebnis sei man sehr zufrieden, sagte dann schließlich auch der Vorsitzende der SWSG-Geschäftsführung, Samir Sidgi, am Freitag. Die SWSG versuche lebenswerte Quartiere zu schaffen, die Identität stiften und Heimat vermitteln.

Auch Baubürgermeister Peter Pätzold war vom Ergebnis begeistert. Er vertrat Oberbürgermeister Fritz Kuhn, dessen Terminkalender durch aktuelle Themen durcheinander gebracht worden sei, sagte Pätzold und entschuldigte das Stadtoberhaupt für sein Fehlen. „Viele in Botnang haben nach all den Jahren sicherlich nicht mehr daran geglaubt, dass die Ortsmitte irgendwann noch fertig wird“, sagte der Baubürgermeister. Es sei nicht so einfach gewesen, das Projekt zu stemmen, deshalb bedanke er sich auch herzlich bei der SWSG, die damals in größter Not das Projekt übernommen habe. „Das war nicht selbstverständlich.“ Doch es habe auch noch andere Mütter und Väter dieses Projekts gegeben: Die Bezirksbeiräte, die Mitglieder der Zukunftswerkstatt und Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle.

Als nächstes ist der Marktplatz dran

Der Botnanger Schultes sah das genauso und lobte Britta Riehl stellvertretend für alle Mitglieder der Zukunftswerkstatt, die sich in großem Maße engagiert und für die neue Ortsmitte eingesetzt haben.

Auf dem rund 5100 Quadratmeter großen Areal sind unter anderem 50 Mietwohnungen und eine Kindertagesstätte für sieben Gruppen mit einer Außenspielfläche von etwa 1200 Quadratmetern entstanden. Dazu gibt es fünf Gewerbeeinheiten, eine 250 Quadratmeter große Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt, rund 400 Quadratmeter für die Musikschule und ein neues, etwa 245 Quadratmeter großes Domizil für die Diakoniestation. 23,5 Millionen Euro hat die SWSG in das Projekt investiert.

„Als nächstes ist hier nun der Marktplatz dran“, sagte Pätzold. Im Frühsommer 2016 soll die Einweihung stattfinden. Die finanziellen Mittel für dieses Projekt seien da. Zudem würden die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik in den nächsten Tagen auch beschließen, dass Botnang ein Sanierungsgebiet bekommt, führte der Baubürgermeister aus. In den kommenden zehn Jahren könne die Ortsmitte so noch attraktiver werden.

Und auch Samir Sidgi hatte noch eine frohe Botschaft im Gepäck: „Die Objekte, die hier gegenüber liegen gehören auch uns. Sie sind in die Jahre gekommen. Wir wissen, dass wir da etwas tun müssen.“ In acht Monaten könne man mehr dazu sagen.




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