Stuttgart-Möhringen/Stuttgart-Degerloch Stadt baut die Sigmaringer Straße aus

Ein Fahrradschutzstreifen ist mit einer gestrichelten Linie von der Fahrbahn abgetrennt. Foto: Achim Zweygarth
Ein Fahrradschutzstreifen ist mit einer gestrichelten Linie von der Fahrbahn abgetrennt. Foto: Achim Zweygarth

Das Planungsamt schlägt einen durchgehenden Gehweg und einen Fahrradschutzstreifen zwischen Möhringen und Degerloch vor. Der Bezirksbeirat votiert dafür, hat beim Fahrradschutzstreifen aber einige Bedenken.

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)
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Möhringen - Die Stadt möchte die Sigmaringer Straße ausbauen. In diesem Zusammenhang sollen ein durchgehender Gehweg und ein Fahrradschutzstreifen entstehen. Im südwestlichen Bereich der Sigmaringer Straße, wo sich das Rembrandt-Schulzentrum befindet, ist dafür allerdings nicht genug Platz. Dort müssen die Radfahrer, die in Richtung Möhringen unterwegs sind, auch künftig den Weg hinter der kleinen Grünanlage nehmen.

Außerdem plant die Stadt an der Einmündung zur Kolbäckerstraße und der Trochtelfinger Straße und im Bereich der B-27-Anschlussstelle Verkehrsinseln. Diese sollen Fußgängern das sichere Überqueren der Straßen ermöglichen. Jasmin Heller vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung stellte die Pläne vor Kurzem im Möhringer Bezirksbeirat vor.

Verwaltung sucht Namen für neue Wohnstraße

Zur Sigmaringer Straße wird künftig auch eine Stichstraße in das neu zu bauende Wohngebiet auf dem ehemaligen Hansa-Areal gehören. An deren Ende befindet sich eine Wendeplatte. Entlang der Stichstraße und auf der Wendeplatte soll es Parkplätze geben. Für die neue Wohnstraße in dem Gebiet suche die Stadt noch einen Namen. „Da sind auch Vorschläge aus dem Bezirksbeirat willkommen“, sagte Jasmin Heller.

Die geplante Verkehrsinsel am Ortseingang machte Axel Brodbeck (Freie Wähler) Sorgen. „Dort sind Zufahrten zu verschiedenen Firmengeländen. Ist denn sichergestellt, dass diese dann noch in alle Richtungen ein- und ausfahren können?“, fragte der Bezirksbeirat. Heller versicherte, dass die Stadt das geprüft habe. Gegebenenfalls könne man die Verkehrsinsel aber auch so gestalten, dass sie überfahrbar sei. Das bedeutet, dass es nur entsprechende Markierungen statt einer gebauten Verkehrsinsel gibt. Fred Wagner (CDU) begrüßte, dass ein durchgehender Gehweg gebaut wird. Dieser müsse dann aber auch entsprechend beleuchtet sein, forderte der Bezirksbeirat.

Der sicherste Weg für Fahrradfahrer

Mit den Fahrradschutzstreifen hatten die Lokalpolitiker aber so ihre Probleme. Rüdiger Reinboth (Grüne) monierte, dass vor dem KCG kein Platz ist, um einen separaten Schutzstreifen in Richtung Ortsmitte anzulegen. Er schlug außerdem vor, dass auf der Sigmaringer Straße Tempo 40 gelten sollte. Das zu prüfen und anzuordnen, sei Sache des Ordnungsamts, antwortet Heller. In der Regel gelte auf Hauptverkehrsstraßen aber Tempo 50.

Dieter Bernhardt (SPD) plädierte für einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Das aber sei gefährlicher als der geplante Fahrradschutzstreifen, antwortet Heller. Zum einen würden erfahrungsgemäß die Pedaleure die Fußgänger gefährden. Zum anderen würden die Autofahrer die Radfahrer beim Abbiegen besser sehen, wenn diese mit auf der Straße fahren.

Tanja Bachmann (FDP) sprach sich dafür aus, den Radverkehr auf Straßen jenseits der Hauptverkehrsstraßen entlang zu führen. Das sei nicht immer sinnvoll, antwortete Heller. Denn viele wichtige Ziele seien nun mal an den Hauptstraßen und außerdem seien diese häufig die kürzeste Verbindung. „Der Radfahrer sucht sich sonst seine eigenen Wege, und das kann schnell gefährlich werden“, so Heller.

Prüfauftrag für die Verwaltung

Der Christdemokrat Matthias Scheible fragte nach der zeitlichen Planung. Der Ausbau der Straße gehe mit dem Bau der Feuerwache und des Wohngebiets einher. „Wir gehen von einem Baustart von Mitte, Ende 2018 aus“, so Heller. Schließlich nahm das Gremium die von ihr vorgestellte Planung für den Straßenausbau mit 15 Ja-Stimmen fast einstimmig an.

Anschließend schlug die Bezirksvorsteherin Evelyn Weis dem Gremium noch einen Prüfauftrag vor. Das war auch in Hellers Sinne. Denn bereits im Bürgerhaushalt gab es den Wunsch, dass die Stadt den vorhandene Geh- und Radweg entlang der Sigmaringer Straße zwischen Möhringen und Degerloch ausbaut, und zwar mit einer entsprechenden Beleuchtung. Bisher ist dieser lediglich 1,50 Meter breit. Die Möhringer Bezirksbeiräte votierten einstimmig für diesen Prüfauftrag.

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