Stuttgart Zoll beschlagnahmt 18 000 illegale Potenzpillen

Von jüv 

Ein 52-Jähriger soll mit zwei Frauen Potenzmittel aus den USA und Spanien nach Deutschland illegal eingeführt und über das Internet ohne Erlaubnis verkauft haben. Jetzt hat der Zoll in Stuttgart 18 000 dieser illegalen Potenzpillen beschlagnahmt.

Der 52-Jährige soll Potenzmittel, die wie Viagra wirken, ohne Erlaubnis im Internet verkauft haben (Symbolbild). Foto: dpa
Der 52-Jährige soll Potenzmittel, die wie Viagra wirken, ohne Erlaubnis im Internet verkauft haben (Symbolbild). Foto: dpa

Stuttgart - Stuttgarter Zollfahnder haben gemeinsam mit verschiedenen Behörden einen illegalen Handel mit Potenzmitteln aufgedeckt. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Laut einer Mitteilung des Zolls hatten die Beamten am 14. März im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ulm Wohn- und Geschäftsräume in Ulm, Köln und im Landkreis Esslingen durchsucht. Dabei seien diverse Potenzmittel sowie Kosmetika, die unter das Arzneimittelgesetz fallen, beschlagnahmt worden. Außerdem hätten die Fahnder Vermögen in Höhe von rund einer halben Million Euro sichergestellt, darunter einen Luxus-Sportwagen. Ein 52-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

Auch 700 Kosmetikartikel wurden sichergestellt

Er und zwei Frauen im Alter von 49 und 35 Jahren sollen seit Anfang 2018 illegal Potenzmittel aus den USA und aus Spanien nach Deutschland geschmuggelt und über einen Internet-Versandhandel vertrieben haben. Allerdings fehlte ihnen hierfür die nach dem Arzneimittelgesetz vorgeschriebene Erlaubnis. Im Internet bewarben die Tatverdächtigen die Potenzmittel als „natürliche“ Nahrungsergänzungsmittel. Tatsächlich beinhalteten die Kapseln jedoch chemische Wirkstoffe, wie sie auch namhafte Pharmahersteller zur Potenzsteigerung verwenden. „Eine äußerst gefährliche Angelegenheit für Menschen mit Herzproblemen“, so eine Zollfahnderin.

Die Ermittler stellten 18 000 dieser Pillen und zudem mehr als 700 Kosmetikartikel sicher, für deren Einfuhr und Vertrieb ebenfalls eine arzneimittelrechtliche Erlaubnis erforderlich gewesen wäre. Die Ermittlungen dauern an. In diese seien auch die Landesfinanzbehörden eingebunden, weil zudem der Verdacht der Steuerhinterziehung im Raum stehe. Den drei Beschuldigten drohen laut dem Zoll Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.




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