In einem hitzigen Oberliga-Derby behalten die Stuttgarter Kickers vor 2920 Zuschauern beim SSV Reutlingen die Nerven und gewinnen mit 1:0. Im kommenden Heimspiel-Doppelpack muss dennoch eine spielerische Steigerung her.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Reutlingen - Sie feierten so ausgelassen mit ihren mitgereisten Fans, als wäre der Aufstieg schon perfekt. Doch bis dahin ist es für Fußball-Oberligist Stuttgarter Kickers auch nach dem 1:0 (1:0) beim SSV Reutlingen noch ein sehr weiter Weg. Den neunten Sieg in Serie sicherte Mijo Tunjic mit einem souverän verwandelten Elfmeter (15.), den der enorm fleißige David Braig herausgeholt hatte. „Es war das erwartet schwere Derby mit viel Kampf, Stimmung und Emotionen“, sagte Kickers-Coach Mustafa Ünal, „ich bin stolz auf die kämpferische Leistung meiner Mannschaft, fußballerisch können wir mehr zeigen und das werden wir auch.“

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Vor 2920 Zuschauern im Stadion an der Kreuzeiche hatte der SSV bei einem Knaller von Tim Schwaiger an die Unterkante der Latte Pech (13.). Es war viel Hektik drin in dem rassigen Derby, vor der Pause kam es zu Rudelbildungen und zu einer zweiminütigen Unterbrechung durch den Schiedsrichter, da die SSV-Fans Pyrotechnik zündeten. Insgesamt hatten die Blauen, die ganz in Weiß antraten, das Spiel in den ersten 45 Minuten unter Kontrolle und eindeutig mehr Ballbesitz. Doch nach vorne in die Spitze waren die Aktionen nicht zwingend genug.

SSV Reutlingen couragiert

In der zweiten Halbzeit legten die Reutlinger einen starken und couragierten Auftritt hin, bei zwei guten Chancen (66./73.), an denen der eingewechselte Jovan Djermanovic beteiligt war, hatten die in dieser Phase wenig souveränen Kickers Glück oder konnten sich bei Keeper Ramon Castellucci bedanken. Zuvor hatte Mohamed Baroudi zwei Möglichkeiten (48./60.), bei denen er eine Spur zu eigensinnig agierte. In der Schlussviertelstunde aber brachte der Spitzenreiter das 1:0 relativ problemlos über die Bühne. „Wir nehmen die drei Punkte auswärts in einem Derby mit. Aber wir hätten uns auch nicht beschweren können, wenn das Spiel unentschieden ausgeht“, räumte Ünal ein. „Reutlingen spielte stark, wenn sie immer so auftreten würden, wären sie unter den Top Fünf.“

Zwei Heimspiele stehen an

Die Kickers ihrerseits müssen sich im anstehenden Heimspiel-Doppelpack steigern. Erst kommt am 5. März (14 Uhr) der Tabellenvierte TSG Backnang, ehe am 9. März (19 Uhr) der SGV Freiberg zum Spitzenspiel ins Gazi-Stadion kommt.

Kickers-Aufstellung

Castellucci – Moos, Zagaria, Kolbe, Kammerbauer – Campagna – Braig (82. Riedinger), Reisig, Baroudi (63. Riehle) – Tunjic (74. Colic) – Dicklhuber.

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