Stuttgarter Kickers So reagieren Trainer und Mannschaft auf den Siebrecht-Abgang

Lutz Siebrecht (re.) sitzt nicht mehr auf der Kickers-Bank – Trainer Mustafa Ünal muss am Mittwoch in Rielasingen-Arlen erstmals ohne den Sportlichen Leiter auskommen. Foto: imago/Herbert Rudel
Lutz Siebrecht (re.) sitzt nicht mehr auf der Kickers-Bank – Trainer Mustafa Ünal muss am Mittwoch in Rielasingen-Arlen erstmals ohne den Sportlichen Leiter auskommen. Foto: imago/Herbert Rudel

Es ist der erste Auftritt der Stuttgarter Kickers nach Lutz Siebrecht: Wie wirkt sich der Abgang des Sportlichen Leiters auf das Spiel des Fußball-Oberligisten an diesem Mittwoch beim 1. FC Rielasingen-Arlen aus?

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Stuttgart - Wie die Mannschaft auf den Abgang des Sportlichen Leiters Lutz Siebrecht reagiert hat? „Sehr überrascht. Es war auch kurz eine gewisse Leere bei den Spielern zu spüren“, sagt Mustafa Ünal, der Trainer des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers. Am Montagabend verabschiedete sich Siebrecht in der Kabine von der Mannschaft, am Dienstag (an seinem 54. Geburtstag) saß er bereits im Flieger Richtung Moskau. Beim Erstligisten Lokomotive wird er als Teammanager zum Bindeglied zwischen Mannschaft und Cheftrainer Markus Gisdol, seinem engen Freund seit gemeinsamen Jugendzeiten beim SC Geislingen.

Über die Höhe einer Ablösesumme gab es keine Angaben. Nach Informationen unserer Redaktion sollen die Blauen zumindest indirekt eine mittlere fünfstellige Summe erhalten, hinzu kommen die Einnahmen aus einem zugesagten Freundschaftsspiel spätestens kommenden Sommer. Über die Nachfolge von Siebrecht wird derzeit intern diskutiert. Einen Schnellschuss werde es nicht geben, heißt es.

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Nach der Trennung von Chefcoach Ramon Gehrmann ist der Weggang von Siebrecht der nächste Rückschlag mit Blick auf die ursprünglich angestrebte Kontinuität bei den Blauen. „Dass Lutz geht, ist ein großer Verlust für die Kickers, er hinterlässt eine große Lücke“, sagt Trainer Ünal. „Das trifft uns, weil er eben auch sehr nahe an der Mannschaft dran war.“ Ob sich die Personalie auf das Auswärtsspiel an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) beim 1. FC Rielasingen-Arlen auswirkt? So weit will der Coach nicht gehen: „Wenn der Schiedsrichter die Partie anpfeift, ist das vergessen“, meint Ünal.

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Personell gibt es wenig Neues. Markus Obernosterer, der in drei bis vier Tagen wieder einsteigen soll, und Mijo Tunjic fallen weiterhin verletzt aus, Niklas Kolbe fehlt nach wie vor krankheitsbedingt, auch bei Denis Zagaria ist ein Einsatz unwahrscheinlich, er gehört aber wohl zum Kader. Möglich, dass Mittelfeldspieler Ivo Colic im Spiel bei seinem ehemaligen Verein, für den er von 2019 bis 2021 spielte, zum Einsatz kommt. Ruben Reisig könnte dann in die Innenverteidigung rücken. Sicher: Die Blauen wird auf dem Kunstrasen ein hartes Stück Arbeit erwarten: Der 1. FC Rielasingen-Arlen ist seit November 2019 zu Hause ungeschlagen.

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