Stuttgarter Landgericht fällt Urteil Daimler-Erpresser muss über sechs Jahre ins Gefängnis

Von red/dpa/lsw 

Sechseinhalb Jahre muss ein Mann ins Gefängnis, der versucht hat den Stuttgarter Autobauer erpressen wollte. Der 31-Jährige hatte damit gedroht giftiges Quecksilber in Fahrzeugen der Marke Mercedes zu verteilen.

Anfang April wurde der Angeklagte in Berlin festgenommen – nun folgte das Urteil in Stuttgart. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat
Anfang April wurde der Angeklagte in Berlin festgenommen – nun folgte das Urteil in Stuttgart. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Wegen der versuchten Erpressung des Autobauers Daimler ist ein Mann vom Stuttgarter Landgericht zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Insgesamt habe der 31-Jährige elf Erpresserschreiben verfasst, sagte der Richter am Donnerstag. Die angestrebte Beute sei „wahnsinnig hoch“ gewesen. Der zuletzt in Berlin lebende Mann forderte zwischen Dezember 2019 und April mehrfach hohe Millionenbeträge von dem Konzern. In einem Fall waren es 25 Millionen Euro, in einem anderen Fall verlangte er drei Millionen Euro.

Für den Fall der Nichtbezahlung habe er unter anderem gedroht, Quecksilber in Fahrzeugen der Marke Mercedes zu verteilen. Anfang April wurde der Angeklagte in Berlin festgenommen. Der 31-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er wurde nun unter anderem wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung verurteilt. Mit dem Urteil entsprach das Landgericht weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre und neun Monate Haft für den Mann forderte. Für die Verteidigung sollte der Angeklagte nicht länger als sechs Jahre hinter Gitter - fünf Jahre Haft seien Tat und Schuld angemessen.




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