StZ-Podcast zur direkten Demokratie Sind Bürger klüger als ihre Repräsentanten?

Erst die Volksabstimmung, dann der Brexit: je nach Perspektive kann direkte Demokratie auch nach hinten losgehen. Foto: PA Wire
Erst die Volksabstimmung, dann der Brexit: je nach Perspektive kann direkte Demokratie auch nach hinten losgehen. Foto: PA Wire

Direkte Demokratie fördert den Konflikt, nicht den Konsens. Volksabstimmungen zwingen zur Vereinfachung, sie lassen keinen Platz für Differenzierungen und fördern die Stimmungsmache, findet StZ-Autor Armin Käfer in seinem Podcast.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Armin Käfer (kä)
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Stuttgart - „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Dieser Satz aus dem Grundgesetz klingt wie das kleine Einmaleins der Demokratie. Sollte in wichtigen Fragen unmittelbar das Volk entscheiden? Ist direkte Demokratie die bessere Demokratie?

Hören Sie hier den passenden Beitrag aus unserer Podcast-Serie:

Das war einst ein linker Traum, ist inzwischen aber rechte Propaganda. „Wir sind das Volk!“, schreien die Anhänger von Pegida. Populisten verkämpfen sich für eine Demokratie der Volksabstimmungen. Doch das Paradebeispiel Schweiz ist keine bessere Demokratie. Bei den Volksabstimmungen dort entscheidet häufig eine Minderheit.

Direkte Demokratie fördert den Konflikt, nicht den Konsens. Volksabstimmungen zwingen zur Vereinfachung. Sie lassen keinen Platz für Differenzierungen, fördern die Stimmungsmache. Und warum sollten die Bürger klüger sein als ihre Repräsentanten?

Themenspezial: Die Demokratie in der Krise – Was tun?

Die Playlist zur Podcast-Serie „Herberge der Demokratie“




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