Tarifkonflikt Lufthansa macht Piloten weiteres Angebot

Die Piloten der Lufthansa befinden sich im Streik. Foto: dpa
Die Piloten der Lufthansa befinden sich im Streik. Foto: dpa

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will die streikenden Piloten zurück an den Verhandlungstisch bekommen – mit einem weiteren Tarifangebot.

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Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ein weiteres Tarifangebot gemacht. Damit will die Fluggesellschaft die streikenden Piloten zurück an den Verhandlungstisch bekommen. Demnach bietet die Airline eine Erhöhung der Bezüge in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent und zusätzlich eine Einmalzahlung an.

„Wir wollen dringend weiteren Schaden vom Unternehmen abwenden und unseren Passagieren endlich wieder den Service bieten, den sie von uns erwarten können“, erklärte Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister. Das Angebot sei der Gewerkschaft bereits am Dienstagabend unterbreitet worden.

Gewerkschaft will Vorschlag genauer prüfen

Die Lufthansa-Piloten haben zunächst verhalten auf das neue Angebot der Fluggesellschaft in dem Dauer-Tarifkonflikt reagiert. Auf den ersten Blick seien noch Fragen offen, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Mittwoch. Zunächst müsse der Vorschlag genauer geprüft werden. „Wir wissen noch nicht einmal, ob wir es als Angebot werten können“.

Im einzelnen bietet die Lufthansa für 2016 eine Vergütungserhöhung um 2,4 Prozent und für 2017 um weitere 2,0 Prozent. Dieses Angebot sei nicht an weitere Bedingungen geknüpft. Die Lufthansa gehe damit auf eine zentrale Forderung der Pilotengewerkschaft ein, hieß es. Zuletzt hatte die Fluggesellschaft bei der Lösung weiterer offener Tariffragen 4,4 Prozent plus einer Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern geboten.

Die VC verlangt für einen Zeitraum von fünf Jahren Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent bis April 2017. Die Piloten hatten in der jüngsten Streikwelle seit vergangenen Mittwoch an insgesamt sechs Tagen die Arbeit niedergelegt. Lufthansa musste daraufhin rund 4450 Flüge mit 525 000 Fluggästen streichen.

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