Tarifstreit 1000 Barmer-Streikende in Schwäbisch Gmünd

Von Imelda Flaig 

Etwa 1000 Beschäftigte der Barmer-Krankenkasse aus Baden-Württemberg und Bayern haben am Mittwoch in Schwäbisch Gmünd Druck auf die Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen gemacht.

Verdi hat Beschäftigte der Barmer-Krankenkasse zum Warnstreik aufgerufen. Foto: Verdi
Verdi hat Beschäftigte der Barmer-Krankenkasse zum Warnstreik aufgerufen. Foto: Verdi

Schwäbisch Gmünd - Die Gewerkschaft Verdi, die für die Barmer-Beschäftigten finanzielle Verbesserungen von insgesamt sieben Prozent fordert, hatte am Mittwoch zu einem Warnstreik und einer Kundgebung vor der Hauptverwaltung in Schwäbisch Gmünd aufgerufen. Sie will damit den Druck bei den an diesem Mittwoch und Donnerstag laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Aktionen sind Teil eines bundesweiten Warnstreiks. Verdi hatte das Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde im Januar abgelehnt, weil es weit unter den Forderungen lag.

„Die Beschäftigten der Barmer haben das, was heute überall Transformation genannt wird, bereits in den letzten Jahren als Reorganisation am eigenen Leib zu spüren bekommen“, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiterin Claudia Chirizzi bei der Kundgebung. Für die meisten habe sich dabei nicht nur die tägliche Arbeit verändert, sie mussten auch unter erheblichen persönlichen Belastungen Ortswechsel durch Schließungen und Zusammenlegungen ihrer Geschäftsstellen schlucken. „Jetzt ist die Kasse gut aufgestellt, nun ist auch für die Kolleginnen und Kollegen Zahltag“, so Chirizzi.

Weitere Warnstreiks, wenn es keine Einigung gibt

Verdi fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden, die unter den Tarifvertrag mit der Barmer-Krankenkasse fallen, unter anderem eine deutliche Erhöhung der Gehälter, die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie eine Fahrkostenunterstützung, was einem Gesamtvolumen von gut sieben Prozent entspricht. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen um 200 Euro angehoben werden. Sollten die Tarifverhandlungen in der dritten Runde keine Einigung bringen, hat Verdi bereits weitere Warnstreiks angekündigt.

Aufgrund des ganztägigen Warnstreiks blieben in Baden-Württemberg Geschäftsstellen geschlossen, die Erreichbarkeit der Kasse war eingeschränkt.




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