Tatort-Kritik: „Hüter der Schwelle“ aus Stuttgart Ulkiges Okkultes

Von  

Kompliziert und abgedreht! Wir haben gesehen: „Hüter der Schwelle“ mit Felix Klare und Richy Müller aus Stuttgart.

Im Müll: Am Schluss kann Bootz (Felix Klare) gerade noch einen weiteren Mord verhindern. Foto: SWR/Benoît Lindner 9 Bilder
Im Müll: Am Schluss kann Bootz (Felix Klare) gerade noch einen weiteren Mord verhindern. Foto: SWR/Benoît Lindner

Stuttgart - Was taugt „Hüter der Schwelle“. Der neue „Tatort“ aus Stuttgart im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Ein Student ist bei einem Ritualmord ums Leben gekommen. Er ist in okkulte Kreise geraten, in denen eine alte Fehde aus dem Spätmittelalter wieder hochaktuell wird.

Zahl der Leichen Eine

Phrasendrescher So viele abgedroschene Standardsätze hat man schon lang nicht mehr gehört: „Wann haben Sie sich das letzte Mal gesprochen?“ „Wann haben Sie sich das letzte Mal gesehen?“ „Wo waren Sie in der Nacht vom 23. auf den 24.?“

Blessuren Gibt es Schöneres, als sich grün und blau schlagen zu lassen? Kommissar Bootz (Felix Klare) lässt sich von einem unsympathischen Kerl zu einer handfesten Prügelei unter Männern herausfordern. Danach ist er arg lädiert, aber beseelt: „Du bist nur deinen Instinkten überlassen.“

Pfui Kaffee to go im Büro ist eigentlich ein No-Go. Dem Regisseur Piotr J. Lewandowski ist wenig eingefallen, wie er seine Kommissare darstellerisch beschäftigen kann.

Gnadenlos Gruselig ist immerhin das Finale, als die Mutter des Opfers kurzerhand die Kommilitonin ihres Sohnes in den Ofen schiebt.

Unglaubwürdig Die Studentin (Saskia Rosendahl) ist allzu souverän und baggert Felix Klare etwas zu direkt an.

Unser Fazit Nicht ganz einfach, der okkulten Logik zu folgen.

Spannung Note 3; Logik Note 3




Unsere Empfehlung für Sie